Achtung, Wildwechsel: Wie lassen sich Wildunfälle im Straßenverkehr vermeiden?

Shownotes

Alle acht Minuten stirbt auf Österreichs Straßen ein Wildtier, täglich wird ein Mensch bei einer Wildkollision verletzt. Wie lassen sich Wildunfälle verhindern? Welche technischen und infrastrukturellen Maßnahmen können den Schutz für Mensch und Tier verstärken? Welche Rolle spielen Tempowahl und Aufmerksamkeit? Wie reagiert man bei Wildwechsel und in Notfällen richtig? Und warum kann ein Rothirsch zum Elefanten mutieren? Eine Podcastepisode mit überraschenden Fakten, praktischen Tipps und spannenden Erkenntnissen, die im Ernstfall Leben retten können. Hören Sie rein!

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00:00:01: Also wie ich mit meiner älteren Tochter den L-Sebzen gemacht habe, da haben wir einiges an Wildwechsel auf Rheinlandstraßenhund miterlebt.

00:00:08: Das ist zwar alles gut ausgegangen aber es hat nachhaltig Eindruck hinterlassen also zumindest bei mir.

00:00:14: Ich hoffe aber auch bei meiner Tochter.

00:00:16: Ja so bin ich ja schon meine Erlebnisse gehabt.

00:00:19: Einmal ist z.B.

00:00:19: ein Räsau vor mir über die Straße gerannt, ich habe ganz kurz Glück gehabt es ist nichts passiert und wer ja da so kurz in Gedanken versunken bin rennen auf einmal drei vier weitere Räse über die Straßen.

00:00:32: Ich habe überhaupt nicht mit dem gerechnet, aber vollbremsen gemacht.

00:00:35: Gott sei Dank ist nix passiert.

00:00:36: Aber solche Situationen sind dann natürlich sehr dramatisch Und man kriegt schon etwas Angst und vielleicht passt man auch was nächstes Mal besser auf.

00:00:43: Ja das stimmt.

00:00:44: Also Wildwechsel is der Freilandstraßen ein ganzjähriges Thema Im Herbst aber, besonders aktuell weil die Tage kürzer werden und Dämmerung und Dunkelheit bei Wildwechsel eine ganz große Rolle spielt.

00:00:56: Ja und eigentlich muss man das Thema speziell auf Freilandstraßen immer am Radar haben, weil ja unser Wald und unsere Wiesen sind besiedelt Weniger von uns Menschen als aber von Tieren, mit denen wir vielleicht gar nicht rechnen.

00:01:09: Das ist der Lebensraum der Tiere die von unserem Straßennetz letztendlich durchtrennt wurden und deshalb ist bei einer Fahrt in freier Wildbahn besondere Respekt vor dem Tour gefragt.

00:01:21: Unsere geheutige Podcastfolge ist im Thema wildwechselig gewidmet und natürlich zur Vermeidung von Wildunfällen auf Freilandstraßen

00:01:29: Und unsere heutigen Studiengäste sind Niederösterreichs Landesjägermeister Herr Christoph Metzger und der Direktor des KfV, Christian Schimanovsky.

00:01:39: Und Sie werden uns heute über das Thema einerseits berichten und mit uns ein bisschen das Thema zerlegen und überlegen.

00:01:45: was können wir als Verkehrsteilnehmer besser im Straßenverkehr machen damit zu weniger

00:01:51: Unfällen kommt?

00:01:52: Ja hallo und herzlich willkommen liebe KfW-Podcast Fans!

00:01:55: Schön dass sie wieder dabei sind.

00:01:57: bleiben Sie dran!

00:01:59: Sicher ist sicher – Der Vordenker

00:02:02: in den Podcasts

00:02:02: des KFW Wie lassen sich Wildunfälle im Straßenverkehr vermeiden?

00:02:15: Herr Landesilgermeister, Herr Direktor.

00:02:16: Herzlich willkommen bei uns im Studio!

00:02:19: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:20: Ja danke vielmals.

00:02:21: ich freue mich dass ich wieder mal im KFW Podcast dabei sein kann.

00:02:24: Wir freuen uns auch und ich darf heute mit unserem Gast aus Niederösterreich beginnen, mit Herrn Metzger.

00:02:32: Herr Metzge Sie sind Landesjägermeister für das Bundesland Niederoesterreich.

00:02:36: Das ist das größte Bundesland Österreichs Und da würde uns interessieren welche Aufgaben hatten hier der niederösterische Jagdverband?

00:02:46: Mit welchen Aufgaben sind sie persönlich betraut und was sind denn die aktuellen Schwerpunkte?

00:02:52: Ja wir sind Dachverband der niederösterreichischen Jägerinnen und Jägern.

00:02:56: Wir haben bei uns im Verband ziemlich genau siebenunddreißigtausend Jägers in Niederösterreich.

00:03:02: Unsere Aufgaben sind es, dass wir für das Bundesland Niederösterreich und für unsere Mitglieder das Jagdgesetz weiterentwickeln, weiter vorantreiben.

00:03:11: Dass wir unterstützen bei der Öffentlichkeitsarbeit und dass wir uns natürlich auch der Jagd widmen, dass mit unserem Fachmagazin dem Weitwerk regelmäßig informieren Brückenbau und Partnerschaften haben, zur Wissenschaft, zur Forschung.

00:03:25: Dass wir neue Themen bringen und dass wir schlussendlich auch schauen, dass wir die Jagd gut vertreten in der Jägerschaft aber auch für die nicht jagende

00:03:33: Bevölkerung.".

00:03:35: Ja Herr Metzger, wer hier alle spielt denn so das Thema Wildwechsel?

00:03:38: Das ist ja unser heutiges Thema beziehungsweise die Problematik der Wildumfälle im Straßenverkehr.

00:03:45: Ehrenamt, das sie ja da ausüben oder anders sagen.

00:03:48: Wie oft sind Sie damit diese Thematik in Ihrem Ehrenamt konfrontiert?

00:03:54: Leider ist das Thema Wildunfälle nicht mehr nur ein saisonales Thema.

00:03:57: Das sind früher oder im Herbst bei uns sehr präsente, sondern eigentlich ganzes Jahr uns beschäftigt.

00:04:03: Das hat unterschiedliche Gründe wie Jägerinnen und Jägern tun auch sehr viel damit wir unterstützen können das Thema wildunfällen und schlussendlich auch schwere Verletzungen für die Wildtiere oder auch Tierleid zu verhindern.

00:04:16: Und wir haben dafür sehr viele Partnerschaften und Kooperation in den letzten Monaten und Jahren ins Leben gerufen.

00:04:22: Wir haben Kooperationen mit der Land- und Forstwirtschaft, sehr enge Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich mit der Abteilung für Straßenverkehr wo es natürlich darum geht mit Reflektoren Wildunfälle zu verhindern oder zu reduzieren.

00:04:34: wir haben aber auch Partnerschaften mit Wissenschaft und Forschung, wir haben Partnerschafte mit dem ORF Nieder Österreich und eine Partnerschaft die ganz frisch ist, haben wir mit der Landespolizeidirektion in Nieder Österreich unter dem Motto gemeinsam sicher Wirklich darum geht, die Straßen sicherer zu machen aber auch das Wildvorunfällen zu schützen.

00:04:54: Und da gibt es ja viele Initiativen in den nächsten Wochen und Monaten noch.

00:04:58: Herr Metzger, es würde mich interessieren wieviel Wildtiere fallen?

00:05:00: Ganz Österreich pro Jahr dem Straßenverkehr zum Opfer!

00:05:04: Was versteht denn jetzt die Jägerschaft genau unter Wildtieren?

00:05:09: Also grundsätzlich haben wir im Lautenbericht Oktober zwanzig fünfundzwanzig ca.

00:05:15: seventy-tausend Wildunfälle in Österreich, wo ungefähr sixty-tausend Wildtiere verletzt oder auch getötet werden.

00:05:24: Wir wissen aber auch dass sehr oft wilde Unfälle passieren die weder bei der Polizei noch bei uns in der Egerschaft gemeldet werden.

00:05:31: also wir vermuten das es dahinter auch eine gewisse Dunkelziffer gibt, die wir nicht wirklich genau beziefern können.

00:05:38: Was bezeichnen wir als Wildtiere?

00:05:40: Grundsätzlich sind Wildtieren alles Tiere, die nicht unter Nutztiere fallen.

00:05:44: Das ist aus Tieren, die sich im Lebensraum und im Ökosystem bewegen, egal ob es auf Wiesen oder Feldern im Wald ist.

00:05:52: Jagdbare Wildtière sind die Tiere, welche wir als Jägerschaft verstehen und die sind im Niederösterreichischen Jagdgesetz ganz klar auch geregelt.

00:06:01: Also ich bin da schon sehr erstaunt über diese riesige Summe an Tieren, die auf der Straße zu Tode kommen.

00:06:07: Fünfundsebzigtausend haben sie jetzt gesagt.

00:06:10: Ich glaube schon viel mehr als so die meisten erwarten würden oder

00:06:13: es auch

00:06:14: ich erwartet hätte.

00:06:15: Jetzt ist aber so wenn ich da mit einem Fahrzeug und mit dem größeren Tier kollidiere gibt's ja dann auch Unfälle wo die Menschen zu schaden kommen.

00:06:24: Haben Sie da auch Zahlen vielleicht dabei?

00:06:27: Also laut dem Bericht vom Oktober-Vinfundzwanzig wissen wir, dass ca.

00:06:31: dreihundertsiebzig Personen auch zu Schaden gekommen sind bei Unfällen mit Wildtieren es aber keine Todesfälle gegeben hat.

00:06:40: natürlich ist aus der humanen Sicht jeder verletzte Verkehrstellenehmer natürlich tragisch und so gut wie möglich zu reduzieren Aus unserer jagdlichen Sicht tragisch, wenn viele Wildtiere zu schaden kommen.

00:06:56: Denn ich sage wir agieren hier immer unter dem Aspekt des Tierwohls oder des Tierleids und das gilt natürlich so niedrig oder so gering wie möglich zu halten oder zu verhindern.

00:07:05: Und wir sehen auch, dass oft Wildunfälle nicht immer ja tödlich ausgehen sondern oft wirklich mit schweren Verletzungen enden für die Wildtiere und dadurch auch sehr oft Qualen verbunden sind.

00:07:16: Darum ist es wichtig bei Wildunfallen relativ schnell einzuschreiten und zu schauen gibt's verletzte Wildtieren und kann man da auch das Tier leid oder das Tier wohl schlussendlich so weit reduzieren oder die Tiere wieder verpflegen, verarzen oder schlossendlich vielleicht auch und noch

00:07:32: besser wäre wahrscheinlich, weil wir die Unfälle verhindern könnten indem wir uns ordentlich verhalten.

00:07:37: Absolut

00:07:38: ja!

00:07:39: Also großes Leid sowohl auf menschlicher Seite als auch auf tierischer Seite.

00:07:44: Den Fakt der Mensch den werden wir etwas später noch beleuchten.

00:07:47: vorweg noch eine kurze Frage welche Tierarten sind denn am häufigsten von Kollisionen mit Fahrzeugen betroffen?

00:07:53: Also grundsätzlich ist es weniger davon abhängig, ob die Tiere groß oder klein sind.

00:07:58: Sondern wir sehen eine sehr starke Korrelation mit der Anzahl der Wildtiere.

00:08:03: Wir sehen zum Beispiel bei uns im Jagdverband dass die Bestände gerade beim Rehwild sehr hoch sind.

00:08:08: Das sehen auch wir bei unseren Abschusszahlen.

00:08:10: Auch da ist das Rehwald ganz weit vorne und dementsprechend ist auch das Rehhwild Die Wildart öftersten oder am häufigsten bei Wild- und Fällen betroffen ist, gefolgt vom Feldhasen.

00:08:22: Vom Fassan.

00:08:22: ein bisschen weniger wird es dann was das Thema Wildschwein betrifft oder auch Rotwild.

00:08:27: Wir gehen auch davon aus wir haben leider Gottes im letzten Jahr mit der Tiergesundheit an dem Thema gehabt beim Feldhasen die Besetze doch deutlich reduzierter sind im heurigen Jahr.

00:08:37: da gehen wir davon aus dass die wilde Unfälle mit Hasen ein bissel weniger werden.

00:08:41: Wir sehen denen selbst, dass beim Rehwild die Wild- und Fallzahlen in Niederösterreich leicht gestiegen sind.

00:08:47: Wir sehen aber auch das eben beim Versand und beim Hausen die Zahlen durchwegs auch rückläufig sein.

00:08:52: Hängt aber auch mit den Beständen zusammen in den

00:08:54: Revieren.".

00:08:55: Und wenn man so das was Sie so gesagt haben diese Zahlen dann auch ein bisschen aufteilt auf Österreich also auf die Bundesländer gibt es da so Bundesländern wo ganz einfach mehr Unfälle sind?

00:09:04: Und warum ist das dort

00:09:05: so?".

00:09:07: Also wir haben natürlich sehr unterschiedliche Topographien in den Bundesländern, was die Landgegebenheiten betrifft.

00:09:14: Wir haben aber auch sehr unterschiedlichen Gegebenheiten in den Landesländern was die Zersiedelung betriffte und speziell wie in Niederösterreich.

00:09:21: Wir haben Regionen, so geht es einmal da im Bezirk Lillenföd zum Beispiel ins Alpenvorland hinein wo wir sehr waldreiche Gegenden haben durch dieses immer wieder ein Thema das Wildunfälle passieren weil das wild wird sehr gedeckt oder unbemerkt sich Straßen nähern kann dann auch Straßen quer und das erhöht natürlich die Unfallgefahr weil ich überrascht werde als Autofahrer Und speziell im Umland um Wien, was auch uns in Niederösterreich betrifft haben wir sehr dichtes Straßennetz.

00:09:48: Sehr viel Verkehr, speziell auch sehr viele Pendlerverkehr in der Früh und am Abend und das multipliziert natürlich dann immer das Risiko des Wild-und-Fälle passieren.

00:09:59: Wir sehen noch dass speziell das Rebuild ein sehr starker Kulturfolger ist.

00:10:03: Das heißt das Rebuilding passt sich sehr schnell an Ortschaften an, Straßen an und Menschen an die sie im Lebensraum bewegen.

00:10:11: Und darum kommen dort auch sehr viele Rehe vor.

00:10:16: Die Kombination mit viel Verkehr auf viel Straßen und einer hohen Bestandsdichte beim Rehwild birgt dann oft das Risiko dass auch die Wildunfallzahlen dort höher sind weil es vielleicht in anderen Regionen in Tirol wo die Tiere auf Hochalmen stehen und keinen Straßenverkehr haben.

00:10:40: Wildtier ist, da sind ja oft auch mal mehrere und das hat ja besondere Auswirkungen auf uns die wir mit den Fahrzeugen unterwegs haben.

00:10:49: Bei welchen Tieren ist denn da so eine besondere Vorsicht gebot?

00:10:52: Nämlich dann wenn eins kommt kommen dann mehrere!

00:10:55: Ja, es gibt sehr unterschiedliche biologische und auch jahreszeitlichen Konstellationen.

00:11:02: Um beim Rehwild noch mal zu bleiben, weil das hauptwild ist, da ist es so dass ein Reh ganz selten wirklich alleine unterwegs ist.

00:11:10: Das kann man als Faustregel mitnehmen.

00:11:14: früher, wenn die Setzzeit ist das sind meistens dann die Regeissen mit den Kitzen unterwegs und da ist es so dass normalerweise eines eher zwei Rehkitze sind.

00:11:23: Das heißt wenn eine regeiste Straße übersetzt dann kann man sich schon darauf vorbereiten, dass in der Regel ein oder zwei Kitze auch nachkommen.

00:11:30: Wir haben dann im Sommer die Prumpfzeit.

00:11:32: Da ist es so, dass die Geissen meistens mit den Böcken unterwegs sind.

00:11:35: also auch da ist zu rechnen das wenn ein Stück über der Straße wechselt ein zweites nachkommt und in Winter oder Herbst-Winter hinein wird es ganz spannend denn hier sehen wir dass die Rehe dann in größeren Verbänden zusammenstehen mit zehn, fifteen, zwanzig, fünfundzwanzig Stück und grundsätzlich ist es in der kalten Jahreszeit den Stoffwechsel reduzieren, das heißt sich weniger bewegen.

00:11:58: Wenn sie aber durch Freizeitnutzer zum Beispiel dann gestört werden oder im Bewegung gesetzt werden, dann sind oft sehr große Mengen unterwegs und kann es auch sein dass zehn-fünfzehnere einmal über die Straße wechseln und da ist dann wirklich besondere Vorsicht geboten.

00:12:13: Also ich merke mir jetzt auf jeden Fall weil da so viele Unterschiede sehen wann ein Tier kommt Generell Vorsicht, aber wenn eins kommt darf ich nicht damit rechnen das wahrsetzt.

00:12:24: Ich muss einfach immer damit rechen, dass es mehrere

00:12:25: kommen.

00:12:26: Es gibt auch andere Wildorten wie Wildschweine oder Rotwild, die sehr gerne das ganze Jahr in Familienverbänden zusammenleben und da ist es so, als ob man ein Wildschwen oder ein Stück Rotwilde über der Strasse wechselt.

00:12:39: dann kommt in der Regel noch ein anderer Teil des Familienverbandes hinten nach und darum auch dringend vorsichtig geboten, wenn einmal ein Stück sichtbar ist.

00:12:50: Was ich sehr spannend gefunden habe und dass wir vor kurzem gelesen, das würde Sie gern fragen.

00:12:54: Und zwar stimmt es, dass heimische Wildtiere oder viele heimischen Wildtieren eigentlich tagaktiv waren?

00:13:02: Und wo selbst schutzt zu vielen menschlichen Begegnungen dann nachtaktiv geworden sind?

00:13:08: Ja, das ist richtig!

00:13:09: Wir sehen diese Entwicklung.

00:13:12: Wir sehen auch wieder umgekehrte Entwicklungen, speziell in Gebieten oder Regionen wo es keinen Tourismus gibt.

00:13:18: Wo kein Straßenverkehr ist und die Natur sich selbst überlassen wird.

00:13:24: Da hat man dann plötzlich dieses Phänomen, dass vor allem Wildschweine zum Beispiel oder Rotwild bei Tageslicht auf Wissentritt im Wald bewegt oder auf die Felder kommt.

00:13:36: Leider ist es so... Der Lebensraum der Tiere eben durch Straßenverkehr, durch den Tourismus, durch die Menschen und durch die Landwirtschaft sehr stark beansprucht ist.

00:13:45: Und auch beunruhigt ist.

00:13:47: Das hat dazu geführt dass sich die Wildtiere eher in die Nachtzeit zurückziehen und dann dort eher aktiv sind.

00:13:55: Aktiv heißt auch im Bewegung sind.

00:13:57: Die Kombination ist ja leider wieder ein Hinblick auf das Thema Wildunfälle Nicht ganz ideal, wenn sich die Tiere bewegen.

00:14:03: Dann auch noch in der Nacht sich bewegen speziell im Herbstwinter rein.

00:14:07: Wenn die Nachzeit deutlich länger ist als im Sommer, ist natürlich die Wildunfallgefahr dadurch wieder deutlich erhöht.

00:14:15: In der Vorbereitung auf den heutigen Podcast und Sie haben das ja vorher gerade auch schon bestätigt, ist mir aufgefallen dass es eine starke Zunahme von Kollisionen mit Rehwildeben gibt Und das ist ja wohl einerseits auch auf den Klimawandel zurückzuführen.

00:14:30: Die Lebensräume der Wildtiere verändern sich, die Tiere müssen auf der Suche nach Wasser und Nahrung einfach weitere Strecken zurücklegen und dabei natürlich auch öfter Straßen queren.

00:14:40: Ich glaube es ist so mal irgendwie ein Fakt, ich gehe davon aus, dass stimmt.

00:14:44: aber gibt's da noch andere Gründe für die starke Zunahme dieser Rehwild-Kollisionen?

00:14:54: Ja, der Klimawandel ist ein Thema aber es nicht das Thema alleine.

00:14:58: Darum haben wir uns wirklich dahintergeklemmt eine sehr starke und intensive Partnerschaft mit der Land- und Forstwirtschaft zu haben denn wir sehen sehr oft dass so lang Kulturen auf den Feldern stehen die Wildtiere eine gute natürliche Deckung haben, wo sie auch unbemerkt vielleicht auch tagsüber sich ein bisschen bewegen können oder auch Nahrungen aufnehmen können.

00:15:19: Und wir sehen durchwegs so in den Sommermonaten wenn die Getreideante ist einen Ernteschock das plötzlich in sehr kurzer Zeit sehr viel der Deckung weg ist und die Tiere ja dann beginnen zu wandern.

00:15:29: Natürlich der Klimawandel auf der Suche nach Nahrung noch Wasser befeuert ist.

00:15:34: und was auch ganz spannend ist, das ist in der Genetik oder auch in der Historie der Wildtiere trainieren.

00:15:40: Vor allem zum Beispiel beim Rotwild sehen wir dass es sehr lange traditionelle über hundert Jahre alte Wildwechsel gibt, die natürlich jetzt sehr stark zerschnitten sind durch Autobahnen und Landes, durch Bundesstraßen.

00:15:52: Aber die Wildtiere immer wieder auf diese Wechsel zurückkehren um diese wahrzunehmen.

00:15:57: Das geht von den Kabaten bis zu uns in Alpen wo wirklich Tiere über hunderte Kilometer ziehen und wandern Und immer wieder auch diese offensichtlich Erfahrungen und diese Wildwechse vererbt oder weitergegeben werden Und auch in der heutigen Zeit Tiere darauf zurückkommen.

00:16:13: Darauf kann man aber auch reagieren und ich glaube, da wird auch sehr viel reagiert indem er dann Wildübergänge macht zum Beispiel bei Autobahnen dass man Wildbrücken macht damit man dieses diese Weitwechsel schlussendlich auch wieder aktiv gestaltet und ermöglicht.

00:16:28: Aber auch wir in der Jägerschaft machen in Österreich in allen Revieren und Gegenden sehr viel.

00:16:34: Wir machen zum Beispiel im Sommer wo wir das Thema Wasser haben wo die Tiere sehr weit oft gehen müssen gerade bei so, bei Hitzeperioden zum Beispiel was wir auf dem Juli-August haben.

00:16:43: Dass wir Tränken aufstellen das wir Wasser ins Revier bringen dass wir aber auch im Herbstwinter rein wenn die Notzeit betrifft mit Fütterungen Die Wege fürs Wildtier deutlich reduzieren natürlich auch den Lebensraum so gestalten dass die Wildtiere da bleiben und schlussendlich dann nicht zu weit wandern und auch weniger Straßen kreuzen.

00:17:02: vielleicht

00:17:03: ein ganz kurzer Wort auch zu unserem Freizeitverhalten, das ja auch mit der Rolle spielt.

00:17:07: Warum die Tiere dann irgendwie etwas flüchten?

00:17:09: Wenn sie da noch ganz kurz was sagen könnten also...

00:17:12: Natürlich ist auch der Freizeitnutzer ein Thema und darum macht da der Appell an die nicht jagende Bevölkerung.

00:17:18: Also es handelt sich immer um Wildtiere, die ihre Ruhezeiten brauchen, ihre Holungszeiten und auch Eesungszeite brauchen.

00:17:25: Bitte keine Hunde freilaufen lassen denn auch das führt oft dazu dass Wildtieren in Bewegung gesetzt werden, dass Wildtiere gehetzt werden.

00:17:33: Die dann unkontrolliert über die Straße wechseln und dadurch auch das Umfallrisiko erhöhen Und speziell aber auch im Winter, man wirklich auch der Stoffwechsel reduziert es nicht den Lebensraum zu stark stören.

00:17:44: Also das ist, sagen wir mal, im Weinviertel wahrscheinlich eher durch Spaziergänger gewährleistet, aber speziell in den Waldreichen Gebieten oder auch in den gebiegigeren Regionen hängt das als sehr stark zusammen mit den Mountainbikern, aber schlussendlich auch in dem Wintermonaten mit Skitouren gehren.

00:17:59: also da bitte nur auf gekennzeichneten Straßen bleiben und auf gekannzeichneten Routen bleiben und nicht irgendwo kreuz und quer durch die Einstandsgebiete und die Ruheräume der Wildtiere zu fahren.

00:18:11: Herr Metzger, was genau macht denn eigentlich der Niederösterreichische Landesjagdverband um Wildumfälle im Straßenverkehr zu verhindern?

00:18:21: Also jetzt infrastrukturseitig.

00:18:23: also wie gesagt wir haben auch da eine sehr langjährige Zusammenarbeit-Partnerschaft mit dem Land Nieder Österreich, die mittlerweile seit dem Jahr die Anzahl der Wildunfälle deutlich zu reduzieren.

00:18:37: Und wir haben damals begonnen, mit einem Förderprogramm gemeinsam mit dem Land Niederösterreich Wildreflektoren und Wildwahnsysteme an den Leitflöcken auf den Straßen auszubringen.

00:18:49: Das läuft nach wie vor sehr gut!

00:18:51: Wir haben mittlerweile knapp zweitausend Landes- und Bundesstraßenkilometer mit diesen Reflekturen ausgestattet und wir sehen auch bei Studien und bei den Ergebnissen dass sie die von ca.

00:19:05: sechzig bis fast achtzig Prozent reduzieren lassen, weil die Wildtiere abgelenkt werden, umgelenkte werden aber auch abgehalten werden über die Straße zu wechseln.

00:19:16: Das macht uns sehr stolz.

00:19:17: darum wollen wir das Thema auch weiter treiben.

00:19:20: Wir haben heuer das Thema sichere Jagdpraxis als unser Schirmthema.

00:19:24: da haben wir auch viele Maßnahmen in der Kooperation mit Landespolizeidirektion in Niederösterreich zu treffen, dennoch da geht es darum wenn wir über Wildunfälle sprechen muss auch rasch und schnell gehandelt werden auf der Seite der Polizei.

00:19:38: Auf der Seite dieser Jägerschaft.

00:19:39: aber das können wir nur tun wenn auch die Information der Verkehrsteilnehmer bei einem Wildunfall schnell an die zuständigen und verantwortlichen Personen kommt.

00:19:49: Was mir jetzt noch interessieren würde bei den Wildwahnreflektoren, warum wird denn da genau blaues Licht genutzt und wirkt das bei allen Tierarten?

00:19:59: Also grundsätzlich wirkt es unterschiedlich.

00:20:01: bei den Tierarten.

00:20:03: Das hängt auch etwas von der Höhe auf, weil wir können die Reflektoren nicht variabel einstellen sondern nur auf einer Höhe fixieren und da liegt unser Schwerpunkt damals ganz stark in der Höher.

00:20:15: Das heißt wenn das Rehwild anwechselt dass die reflektierte Licht in dieser Höhe die Tiere blendet oder hinweist darauf dass sie das auch in ihre Augen oder Lichter bekommen.

00:20:27: natürlich wirkt es weniger dann beim Hasen, weil er oft sehr tief anlauft.

00:20:31: Aber grundsätzlich muss man sagen, funktioniert das schon sehr gut.

00:20:34: Speziell wenn die Tiere noch weiter im Feld stehen dann ist dieser abgelenkte Licht kegelt deutlich breiter und größer und dann werden auch andere kleinere Wildtiere erfasst und darauf hingewiesen vielleicht den Weg nicht zu nehmen weil da vorne eine Straße ist.

00:20:50: Gibt es eigentlich noch andere Technologien oder infrastrukturelle Maßnahmen zur Vermeidung von Wildunfällen, die Ihrer Meinung noch gut funktionieren?

00:20:58: Naja, es gibt in der Forschung immer wieder neue Ideen.

00:21:01: Also auch wenn ich schaue mit welchen Reflektoren wir aus den neuen Technologien oder die neuen Generationen der Reflektorern alles können wie sich das weiterentwickelt hat dann sag mal ist das sehr gut von der Wirkung her und macht uns stolz dass wir als niederösterreichische Jägerschafter einen Beitrag leisten können denn wir haben immer wieder ein paar Straßenkilometer wo wir neue reflektoren von auch neuen herstellen bekommen zum testen, zum ausprobieren.

00:21:30: Wir lassen das meistens über das FIVI, aber auch über die Universität für Bodenkultur wissenschaftlich begleiten.

00:21:38: Damit wir das dann schlussendlich auswerten können.

00:21:42: Es gibt immer wieder Maßnahmen, die bei uns in den Revieren passieren.

00:21:46: Das sind nicht nur die Reflektoren, wo es sehr wichtig ist, dass die Landforschtwirtschaft mit der Egerschaft gut abgestimmt ist.

00:21:53: Das hängt mit Begründungsflächen zusammen und mit dem Erntezeitpunkt zusammen.

00:21:59: Mit der Planung des Anbaus.

00:22:03: und Landwirtschaft rechtzeitig wirklich schaut, wo keine vielleicht das Thema Wildunfälle so gestalten, dass es wirklich deutlich reduziert halte.

00:22:12: Ganz spannend finde ich auch – Es soll habe gehört eine neue App geben, wo es einfach um das Thema wildumfallgeschehen geht!

00:22:20: Könne ich uns da schon ein bisschen was darüber berichten?

00:22:24: Also wir haben generell zu dem Thema Wildundfälle an Pilotversuch gehabt im Bezirk Lillenfeld, wo wir gemeinsam mit der Polizei Dinge neu ausprobiert haben, um die Kommunikation zu verbessern.

00:22:36: Wir haben immer wieder die Herausforderung das Jäger als erstes zur Unfallstelle kommen.

00:22:42: Auch oft nicht immer wissen im Sinne des Sicherheitsaspekts wie sicher ich die Unvollstände ob was muss ich tun oder achten?

00:22:50: Oft ist es in der Nacht, es regnet Nebelis und dann sind da sehr schwierige stressige Situationen.

00:22:58: Das gilt sicher zum Schutz der Jägerinnen und Jägern, aber auch der Verkehrsstellnehmer und schlussendlich auch der Wildtiere zu lösen.

00:23:06: Auf der anderen Seite sehen wir das, aber auch bei der Polizei.

00:23:09: Es wichtig ist ein bisschen Jagdliches Wissen zu haben.

00:23:12: wie geht dann vor Ort um wann verletztes Wildtier zum Beispiel im Straßengraben liegt und so weiter.

00:23:17: Und da gibt es jetzt einen sehr regnen Austausch.

00:23:19: die App, um auf die noch zu kommen Die App wird es ermöglichen wenn sie fertig ist dass man wenn man einen Wildunfall hat über die App relativ rasch und unkompliziert weiß auf welchem Straßenkilometer in Niederösterreich befinde ich mich.

00:23:34: Und wenn ich dann die Polizei verständige, kann ich ja relativ exakt bekannt geben wo ich bin und die Polizei hat im Hintergrund hinterlegt welches Revier ist es?

00:23:44: Wer ist der Jagdleiter, wer ist die zuständige Person, der bei einem Wildunfall kommt?

00:23:48: und so können wir die Rettungskette sehr rasch in Bewegung setzen und hoffentlich schlussendlich danach das Tierleid vor Ort so schnell wie möglich reduzieren oder beenden.

00:23:57: Eine schöne

00:23:57: Idee!

00:23:58: Ich hoffe es wird bald fertig und auch gut angerufen werden.

00:24:01: In den nächsten Wochen und Monaten sollte das dann wirklich spruchreif werden, sodass wir es ausrollen können.

00:24:07: Wir sind gespannt!

00:24:08: Vielen Dank Herr Metzger.

00:24:09: Das waren jetzt schon sehr viele spannende Einblicke in die Problematik der Wildunfälle und die möglichen Gegenmaßnahmen.

00:24:15: Jetzt schauen wir uns

00:24:16: den

00:24:17: Faktor Mensch an den Risikofaktor-Mensch und welches menschliche Verhalten auf Rheinland-Sparasen da besonders entscheidend ist?

00:24:27: Herr Schimanovsky, Sie sind direkte des Kuradams für Verkehrssicherheit und haben heute einige Zahlen und Fakten zum Thema Wildunfallgeschehen aufs Österreichstraßen mitgebracht.

00:24:41: Auf welchen Straßentyp und unter welchen dagestzeitlichen Bedingungen ereignen sich denn die meisten Wildunfälle?

00:24:48: Wir verzeichnen die meisten Wildunfälle auf Freilandstraßen, also bei weitem die meisten.

00:24:52: mehr als neunzig Prozent der Unfälle, die mit wild passieren.

00:24:56: Passieren auch Freilandsstraßen und was die Liedverhältnisse betrifft haben wir ja vorher schon gehört.

00:24:59: Ja, wir sehen dass die meisten dieser Unfälle bei Dunkelheit passieren.

00:25:03: Fünfzig Prozent mittlerweile schon passieren bei Dunkeliheit.

00:25:06: Zehn Prozent bei Dämmerung.

00:25:07: das heißt auch hier schon besondere Vorsicht geboten.

00:25:09: Der Rest verteilt sich eben über den Tag aus verschiedensten Gründen.

00:25:13: aber da sehen wir, dass man zu dieser Zeit mal besonders achtsam sein muss vorsichtig unterwegs sein sollte.

00:25:21: Kurze Zwischenfrage, wie schaut das eigentlich aus beim Thema Verkehrsschild Achtung Wildwechsel?

00:25:26: Und oft kommt man in Bereiche, da steht eines und bei ähnlichen Bereichen steht plötzlich keines.

00:25:34: Bei dem einen ist es viel gefährlicher und bei anderen weniger.

00:25:37: oder wie verhalte ich mich konkret bei Achtung Wildwechsel?

00:25:41: Wenn man dieses Verkehrsschild sieht, das steht nicht ohne Grund dort,

00:25:44: d.h.,

00:25:44: das ist eine besondere Häufigkeit.

00:25:46: Dass dort das Wild die Straße überquert, dass vielleicht schon dort Unfälle passiert sind aber auf jeden Fall, dass dort beobachtet wurde, es findet ein Wechsel statt.

00:25:52: Das hier ist besonderes Vorsicht geboten.

00:25:54: Das entbindet mich aber als Autofahrer nicht der Verpflichtung generell zu diesen, gerade zu diesem Tageszeit und gerade zu gewissen Monaten auch im Jahr besonders vorsichtig zu sein.

00:26:03: Weil es nicht bedeutet das an anderen Stellen ich frei fahren kann so schnell fangen kann wie ich möchte, um nachzumfahren kann wie Ich möchte sondern immer aufmerksam sein muss Aber natürlich dieses Zeichen sagt besonders aufmerksam sein.

00:26:13: Man sollte generell immer darauf achten dass Wild die Straße überqueren kann Und zwar von rechts genauso wie von links.

00:26:20: Sie haben mir vorher gesagt Fast fünfzig Prozent, alle Unfälle passieren ja quasi dann in der Nachbetunkelheit.

00:26:28: Gibt es da aus Sicht der Verkehrsteilnehmer auch irgendein Risikogruppe?

00:26:33: Die sind besonders gefährdet oder gefährden vielleicht eben auch.

00:26:37: Kann man so was rauszummern aus der Umfeldstatistik?

00:26:40: Ja, das können wir.

00:26:41: Es gibt eben die Kombination aus verschiedenen Faktoren, die bei den Autofahrerinnen und Autofahren dann zutragen kommen.

00:26:47: Das eine ist einmal die geringe Erfahrung und das andere ist das hohe Tempo mit dem man unterwegs ist.

00:26:52: Der dritte Faktor der aus der psychologischen Sicht dazu kommt, ist die Selbstüberschätzung.

00:26:56: Dass man eben denkt, man kann das sehr gut, man beherrscht das Auto gut, Man kennt die Strecke wahrscheinlich auch schon sehr gut.

00:27:01: Und wenn man sich anschaut welche wo diese drei Faktore am meisten zutreffen Dann sind es nach wie vor die jungen männlichen Lenker.

00:27:08: eben diese drei psychologischen Faktoren, denen man natürlich versucht entgegenzutreten.

00:27:12: In dem sie zum Beispiel die L-Seventeen Ausbildung gibt es schon seit Jahrzehnten in Österreich wo auch darauf speziell bedacht genommen wird.

00:27:18: aber nichtsdestotrotz die jungen Erwachsenen sag mal sind in dieser Uhrzeit und diese Uhrzeit auch länger unterwegs.

00:27:25: da haben wir auch Verhältnisse mit sich mehr Straßenverkehrs teilnehmen.

00:27:28: um diese Uhr Zeit gerade wenn man von der Nachtzeit spricht von zwischen achtzehn Uhr sechs Uhr morgens ist das eben so dass viele Personen dieser Altersgruppe unterwegs sind.

00:27:37: Und was auch noch dazukommt, das ist ein generelles Thema beim Straßenverkehr.

00:27:40: Das wird hier besonders fatal sich manchmal dann auswirken... ...ist die Unachtsamkeit und die Ablenkung.

00:27:45: D.h.,

00:27:45: man ist beim Autofahren durch viele andere Dinge abgelenkt, sei es durch das Navi oder durch Musik oder durch das Handy.

00:27:52: Sei es durch Nachrichten, die man unbedingt in diesem Moment lesen muss oder nicht lesen sollte eigentlich.

00:27:57: Diese Ablenkung in der Kombination mit einer zu hohen Geschwindigkeit, ich sage nicht überhöhte Geschwindigkeiten aber für die Verhältnisse zu hohem Geschwindigkeits führt dann dazu dass man den Straßenverkehrsgeschehen und das Geschehen am Rande der Straße nicht so wahrnimmt wie man es mal nehmen sollte.

00:28:10: Und dann kann es dazu kommen dass man genau diese eine halbe Sekunde zu spät auf die Strasse schaut indem er noch etwas verhindern hätte können

00:28:18: Also oft einmal junglerer Leicht sind, der teilweise sogar tödlich enden kann.

00:28:23: Auch wenn wir vorher gehört haben letztes Jahr hat es keine getöteten Game aber es gibt dann doch immer wieder mal welche und gerade wenn so junge Leute sterben ist das natürlich besonders tragisch.

00:28:31: Herr Schimanovski zur Vermeidung von Wildumfällen ist also wie sonst auch eigentlich angepasstes Fahrverhalten.

00:28:38: besonders wichtig, sehe ich das richtig?

00:28:41: Also angepasstes Fahrverhalt ist dass um und auf wenn man im Straßenverkehr unterwegs ist.

00:28:45: Das ist schon mal klar!

00:28:47: Und wenn ich noch einmal auf ein paar Zahlen zurückkommen kann weil wir das natürlich auch mit Zahlen untermauern wollen was wir an Empfehlungen abgeben und unsere Beobachtung da kund tun wollen dann kann man sehen dass fast vierzig Prozent aller Wildunfälle sich eben aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit erregnen.

00:29:01: Fünfzig Prozent also die Hälfte aller Unfälle aufgrund von Unachtsamkeit oder Ablenkung und das sind beides Faktoren, die man eigentlich selbst in der Hand oder am Fuß hat.

00:29:11: D.h.,

00:29:12: man kann das steuern und ist nicht abhängig.

00:29:14: Das ist keine höhere Gewalt wenn es dann passiert.

00:29:17: Man ist mit höherer Geschwindigkeit unterwegs weil man sich halt leider dafür entscheidet zu schnell unterwegs zu sein.

00:29:21: Und man lässt sich eben ablegen auch dass es eine freie Entscheidung ob ich zum Handy greif oder im Fahrraum irgendwas anderes mache sonst außer Auto fahren.

00:29:30: Da gilt es anzuknüpfen, dass allgemein das im Bewusstsein der Menschen zu verankern und natürlich zu diesen sensiblen Zeiten ganz besonders zu beachten.

00:29:39: Ja also wir fadzeln lenken oder wir menschen wird neigen ja oft zur Selbstüberschätzung und das könnte besonders gefährlich sein im Straßenverkehr.

00:29:47: Also Achtsamkeit kann Leben retten und die richtige Dempo auch.

00:29:51: Herr Schimanoff, da gibt es ja ganz einen interessanten Vergleich.

00:29:54: Nämlich die Kräfte der Physik.

00:29:55: Die lassen sich nicht so einfach austricksen?

00:29:58: Könnten Sie uns den bitte erklären?

00:30:00: Es gibt ein sehr billhaften Vergleich, wenn man sich vorstellen möchte mit welcher Wucht zum Beispiel ein Reh oder ein Hirsch auf das Auto aufprallt.

00:30:08: Wenn man sich vorstellt, man ist gar nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sondern man ist mit sechzig kmh auf der Straße unterwegs und ein rot Hirsch prallt auf die Windschutzscheibe Das entspricht der Masse eines ausgewachsenen Elefanten auf das Auto.

00:30:24: Und wenn man sich das Bild dann so vorstellt und sich vielleicht ein bisschen in Erinnerung ruft, bevor man ins Auto steigt, dass man in einer gewissen Situation mit Elefanten kollidieren könnte hat man ein gewisses Gefühl vielleicht dazu entwickelt wie stark dieser Aufprall ist.

00:30:38: Wenn oft vorstellt, ein Reh ist ja nicht besonders schwer, besonders groß.

00:30:42: Da ist in den Köpfen der Menschen vielleicht auch verhandelt, naja da passiert ja nicht viel.

00:30:46: es ist vielleicht ein kleiner Blechschaden und das war's dann.

00:30:48: aber die missbeweite mich so.

00:30:49: deswegen finde ich diesen Vergleich sehr passend weil die Wucht von fünf Tonnen kann man sich in etwa vorstellen darf dann ja auch nicht vergessen was passiert wenn ich noch schnell unterwegs bin.

00:31:01: Das heißt, wenn ich mit oft erlaubten hundert kmh unterwegs bin keine andere Geschwindigkeitsbeschränkung dort vorhanden ist und ich eben mein Fahrverhalten nicht an die an die Tageszeitanpass, an die Sichtweitenanpasse.

00:31:13: Vielleicht andere Gegebenheiten dazu kommen noch wie Regen, Nebel und andere Fahrbedingungen, die bei weitem nicht optimal sind und dann mit der höchst erlaubten Geschwindigkeit unterwegs zu sein und vielleicht auch auf Sende zu schauen das ist fast wie ein Glücksspiel dass man danach keinen Umfall hat.

00:31:27: also da kann ich nur daran appellieren in jeder Situation aber gerade in der Zeit wenn wir mit Wildwechseln rechnen muss so angepasst zu fahren Das, was man selber beeinflussen kann das eigene Verhalten gut im Griff hat und dadurch auch menschliches Leid verhindert aber natürlich auch Tierleid.

00:31:43: Also wie gesagt, der Schlüsselfaktor in so einer Sicherheit bleibt also der Mensch.

00:31:48: Da dürfen wir uns auch jetzt noch nicht auf die Technik verlassen oder?

00:31:51: Ja das ist richtig!

00:31:51: Der Schlüssel Faktor ist der Mensch – wir haben schon gehört es gibt sehr viele technische Hilfsmittel, die halte ich alle für sehr wichtig und unbedingt notwendig gerade heutzutage weil es den Menschen ja auch hilft durch diese Technik, durch Apps, durch Fahrzeuginfrastruktur leichter darauf offensam gemacht zu werden, schneller darauf offenzamm gemacht zu werde, dass etwas passieren kann.

00:32:13: Mensch, weil die gesamte Fahrverantwortung wird vielleicht in Zukunft mal abgelöst werden durch einen Roboter oder vielleicht auch nicht.

00:32:20: Das ist aber wirklich wirklich Zukunftsmusik.

00:32:22: und bei den jetzt vorhandenen Fahrerassistenzsystemen und allen technischen Systeme das gibt bleibt der Mensch derjenige, der das Fahrzeug bedient und der Schluss endlich dann die Entscheidung trifft mit welcher Geschwindigkeit und in welcher Achtsamkeit bin ich denn hier zu unterwegs?

00:32:35: Da gibt es auch noch ein ganz kurioses psychologisches Phänomen, auf das man kurz ansprechen sollte.

00:32:43: Und zwar ist das, dass achtzig Prozent der Autofahrer erwarten die Wildtiere ganz unbewusst vom rechten Straßenrand kommend, obwohl das Wildtier eigentlich die Fahrbahn natürlich von beiden Seiten quert oder?

00:32:55: Dieses Phänomen kommt daher, dass wir fahren nun mal auf der rechten Seite und die Schilder stehen dann auch auf der Rechten Seite.

00:33:01: Weil da sieht man sie natürlich vor allem weil man dort den Blickwinkel hin hat.

00:33:04: aber das habe ich vorher schon gesagt es sollte unbedingt auch dann der Blick nach links schweifen.

00:33:08: Man muss sowieso sollte im Idealfall so fahren, dass man ein weites Sichtfeld hat, dass er links und rechts immer im Auge hat.

00:33:14: klar der Fokus ist automatisch recht.

00:33:16: Aber gerade dann wenn ich so einen Schild sehe solltest mir in Erinnerung kommen Moment mal Das ist ja ein Wildtier das lässt sich nicht durch eine Einbahnstraße da durchlotsen.

00:33:24: Nein, das entscheidet auch frei wo es hin und her läuft.

00:33:27: Und dadurch kann es schon dazu kommen dass es auch von anderen Seite kommt.

00:33:29: Das heißt wenn wir es schaffen diese Aufmerksamkeit in dieses Bewusstsein ein bisschen in den Menschen zu verankern und das ein bisschen der Gedanke aufkommt bevor man ins Auto stärkt und wenn man in der Situation ist hätten sie dann glaube ich schon viel gewonnen.

00:33:42: Wie verhalten mir eigentlich jetzt das Fahrzeuglenker richtig?

00:33:45: Wenn ich einen Wild am Straußen ranzehe?

00:33:47: Ja wenn man einen Wild sieht da sind Fahrer näher sich auffällt dann ist die Empfehlung zu bremsen abblenden, damit das Wild nicht geblendet wird und dann vielleicht eine Fluchtreaktion oder etwas Ähnliches zeigt mehrmals Hupen.

00:33:59: was aus unserer Sicht ganz besonders wichtig ist, wenn der Zusammenstoß nicht vermeidbar scheint.

00:34:02: Weil das will sich dann doch die Straße kreuzt und ich nicht so stark abbremsen kann dass ich den Aufprall vermeide, dann das Lenkrad gut festhalten und den Aufkrall leider in Kauf nehmen.

00:34:12: Das heißt nicht das Auto verreißen, nicht versuchen letzte Sekunde nochmal oder letzte Millisegunte noch mal auszuweichen weil das bedeutet dann sehr oft, dass man im Straßengraben landet, im besten Fall, im schlimmsten fall auch mit einem Baum kollettiert, mit einem anderen baulichen Hinten ist, da es sich am Straßenrand befindet.

00:34:29: So schlimm das klingt, aber da ist dann der Aufprall mit dem Wildtier, mit reduzierter Geschwindigkeit noch eher in Kauf zu nehmen.

00:34:36: Vor allem wenn man daran denkt welche schweren Verletzungen für die Menschen, die sich im Auto aufhalten, damit verbunden sind.

00:34:43: und das heißt man sollte niemals ausweichen, man sollte auf Kurs bleiben.

00:34:47: Und wenn es dann passiert ist... Wenn der Aufpraal wirklich stattgefunden hat, wenn es auch nur ein Amperel gewesen ist also wenn etwas passiert ist und ein Wildtier angefahren wurde ja das Fahrzeug am rechten Fahrbahnrand abstellen, die Unverständigen absichern und die Polizei verstehen.

00:35:01: Dann hat man das schon erledigt was man tun sollte.

00:35:04: Man sollte auch nicht mehr tun.

00:35:05: Man sollte sich dann nicht unbedingt den Wild nähern, versuchen irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen oder das Wild ins Auto einzuladen wenn es noch lebt und zum Tierarzt bringen soll.

00:35:15: All diese Maßnahmen können wir nicht nur abraten sondern die sind noch gesetzlich gar nicht so vorgesehen.

00:35:20: Das Beste was man machen kann in rechtlicher Hinsicht aber auch mal in moralischer Hinsichte ist die Polizei zu verständigen weil die wie wir gehört haben dann die richtigen Schritte setzt und weiß wo sie anknüpfen muss um das ganze Prozedere weiter durchzuführen.

00:35:34: Ich habe jetzt die Polizeiverständigen noch gerade gehört.

00:35:39: Muss ich das bei jedem Tier machen, also auch wenn ich zum Beispiel ein Katz überfahre?

00:35:42: Wenn er Maher überfahrwiesen ist in der Situation?

00:35:45: Ja, die Situation ist eine ähnliche.

00:35:46: Also wenn man dazu kommt, dass mein anderes Tier kein Jagdbares Tier ist und kein Wildtier überfährt, dann ist es nie falsch die Polizei zu verständigen.

00:35:55: Das hilft auf jeden Fall.

00:35:56: Man ist dann selber abgesichert Und die Polizei wird dann sagen, was jetzt zu tun ist.

00:36:00: In dem Fall wenn es eine Katze oder ein Hund ist, wird nicht die Jägerschaft alarmiert und die Tierrettung kommt.

00:36:06: Aber auch diese Fälle treten natürlich auf.

00:36:09: Ich glaube das ist auch die Eigenverantwortung des Menschen.

00:36:12: Wenn etwas passiert, wenn ich ein Tier zusammenführe, welches Tier immer das ist, dass man jemanden verständigt und nicht einfach weg fährt, Fahrerflucht macht im Endeffekt beim Wildtier... dann auch in weiterer Folge zu rechtlichen und versicherungsrechtlichen Fragen kommt.

00:36:25: Das heißt, hier ist die unbedingte Empfehlung exekutive Verständigen und dann abwarten was in der folge passiert.

00:36:31: Und was mache ich, wenn ein Person verletzt ist bei so einem Unfall?

00:36:34: Ich komme da zum Beispiel dazu oder bin schon im Fahrzeug vor diesem Verletzten.

00:36:38: Auf jeden Fall erste Hilfe leisten und die Rettungskette in Gang setzen dann parallel anrufen.

00:36:44: Da ist es natürlich im Vordergrund auch die Person, die da verletzte, vor krömerem Umheil zu bewahren und dass man schaut, dass hier sehr bald auch die Rrettung eintrifft.

00:36:52: Das heißt das hat natürlich immer Vorrang und parallel dazu wie gesagt die Polizeiverständigen, die sich ja um das Tier gemeinsam mit der Jägerschaft kümmern wird Wenn man diese Zweitelefonate führt, ist schon sehr viel geholfen und können vielleicht sogar Leben gerettet werden.

00:37:06: Und kann auf jeden Fall größeres Leitern verhindert werden.

00:37:08: Sie haben es zuerst schon erwähnt.

00:37:10: Ich glaube, das ist trotzdem für die Zuhörer ganz wichtig, dass wir das noch einmal irgendwie erwähnen.

00:37:14: Ist das denn klug?

00:37:15: Wenn ich jetzt irgendwer Tier anfahre – ich hab Mitleid!

00:37:17: Das kann man ja nachvollziehen, dass ich das dann ein Pack und zum nächsten Tier ausbringe...

00:37:22: Nein, das is überhaupt nicht klug.

00:37:23: Das bringt weder der eigenen Person was außer dass man sich vielleicht denkt, man tut was Gutes Und es bringt vor allem auch beim Thema dem Tier nix bis ich dann einen Tierarzt finde in der Nacht, der sich um das Tier annimmt und so weiter vergeht.

00:37:35: erstens viel Zeit.

00:37:37: Und zweitens haben wir hier ja auch dafür berufene Personen nämlich die Jägerschaft, die weiß wie man sich um ein Wild kümmert, ob es da noch eine Möglichkeit gibt dass das Wild überlebt.

00:37:46: Dass es in die entsprechende Behandlung genommen wird oder ob es eben notwendig ist das Tier aber fachgerecht eben dann zu erlösen von seinem Leid.

00:37:54: und diese Entscheidung sollten die dazu berufenen Personen tätigen und das ist die Jägerschaft.

00:37:57: Das heißt am besten greift man das Tier auch nicht an.

00:38:00: Das heisst man muss es auch nicht von der Stelle wo es liegt entfernen oder irgendwo in den Graben ziehen oder so.

00:38:05: Man muss als Person die den Unfallfußachter gar nichts tun Rettungskette in Gang setzen und damit ist schon sehr viel geholfen

00:38:12: Wir.

00:38:12: vielen Dank, Herr Direktor.

00:38:14: Alle acht Minuten stirbt auf Österreichs Straßen in Wildtier und täglich wird bei Wildkollisionen ein Mensch verletzt.

00:38:20: Schlüsselfaktensachen Sicherheit ist und bleibt noch für lange Zeit der Mensch!

00:38:25: Und die menschliche Aufmerksamkeit am Steuer, das ist auch dann wichtig wenn wir durch Wiesen und Wälder fahren.

00:38:31: Das haben wir gerade heute gelernt nicht nur wenn andere unterwegs sind, Radelfahrer, Fußgänger oder Kinder sondern auch wenn man eigentlich relativ wenig Menschen sieht weil da ganz einfach unsere Tiere unterwegs sind.

00:38:40: Da geht es einerseits auf jeden Fall einmal ganz wichtig um die Wahl der geeigneten Geschwindigkeit.

00:38:45: Die ist oft mal geringer als die Zulässige vielleicht dort Und die entscheidet ganz stark über das Sein und Nichtsein von unseren Tieren, letztendlich auch unsem.

00:38:57: Es lohnt sich also den Fuß vom Gas zu nehmen und den Blick auf die Straße zu richten – zur Sicherheit für ein Mensch und Tier.

00:39:03: Herzlichen Dank unserem beiden Experten für ihren Besuch bei uns im Studio und für die sowohl für Tiere als auch für unsere Menschen über lebenswichtigen Informationen!

00:39:13: Herzlichen dank für die Einladung!

00:39:15: Vielen Dank für die Anladung.

00:39:17: Liebe Hörerinnen und Hörern, vielen Dank auch an Sie für Ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit.

00:39:23: Bleiben sie gesund!

00:39:24: Bleiben Sie aufmerksam und rücksichtsvoll – und bleiben Sie uns gewogen!

00:39:29: Danke fürs dabei sein!

00:39:30: Alles Liebe und bis bald bei unserer nächsten Folge von Sicher ist sicher!

00:39:37: Sie hörten Diplom-Ingenieurin Sabine Kaulich und Diplominjunier Christian Kreutler vom Kuratorium für Verkehrssicherheit im Gespräch mit Niederösterreichs Landesjägermeister, Diplomaingenieur Christoph Metzger und KV-Direktor Magister Christian Schimanovsky.

00:39:56: Mehr Infos zum Thema dieser KV Podcast Episode und zu vielen weiteren wichtigen Sicherheitsthemen finden sie auf unserer Website kv.at.

00:40:07: Alle KV Podcast-Folgen sind unter kv.at slash podcast abrufbar.

00:40:14: Abonnieren Sie sicher ist sicher auf Spotify, Apple und YouTube sowie auf allen gängigen Podcatcher-Plattformen und empfehlen sie unseren Podcast weiter!

00:40:24: Danke fürs Zuhören.

00:40:25: – bis zum nächsten Mal bei Sicher Ist Sicher dem Vordenkerinnen-Podcast des KV.

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