Wanderwege im Wandel: Worauf wir beim Wandern und Mountainbiken künftig noch besser achten müssen

Shownotes

Extremwetterereignisse und Massentourismus prägen unsere Landschaft. Mit welchen Herausforderungen sind Österreichs Wegewarte und -wartinnen – ehrenamtlich – tagtäglich konfrontiert? Warum ist bewusst gelebte Eigenverantwortung beim Freizeitsport ein absolutes Muss? Wie schützen wir uns selbst, andere und die Natur rund ums uns beim Wandern und Mountainbiken? Wo dürfen wir überhaupt wandern und radeln? Welche wissenswerten Neuigkeiten gibt es aus der Welt des Wegerechts? DI Matthias Pilz, Wegeexperte der Naturfreunde Österreich, und KFV-Chefjurist Dr. Armin Kaltenegger liefern erkenntnisreiche Einblicke und essenzielle Empfehlungen.

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00:00:01: Sabine, bei meinem letzten Heimatbesuch im Ländle war ich mit meiner Familie noch wandern und du wirst es echt nicht glauben.

00:00:07: Aber das hat ein schweres Unwetter gegeben.

00:00:10: ein paar Tage später und Wochen danach war wieder dort der Weg einfach wirklich verschwunden.

00:00:15: Der war einfach nicht mehr da!

00:00:17: Der war verschüttet von Kröll.

00:00:19: mittlerweile haben sie die Wanderroute natürlich wieder saniert und Teile dieser Strecke sind sogar auf anderen Wegtern geführt.

00:00:26: also da tut sich ja wahnsinnig

00:00:28: viel.

00:00:29: Das ist ein wirklicher Challenge für alle, besonders für die, die das in Stand halten müssen und für die Sicherung und Wartung der Wege zuständig sind.

00:00:36: Wirklich kein leichter Job!

00:00:38: Ja so bin ich auf jeden Fall eine herkules Aufgabe.

00:00:40: Und manchmal ist es sogar eine Süßifussarbeit.

00:00:43: ja weil da wieder diese mühsamen Erfolge, die man erzielt durch neuerliche Abbrüche oder Verschiebungen, Feldstürze wieder zunichte gemacht werden.

00:00:52: Der Job wird von Jahr zu Jahr schwieriger.

00:00:55: Der Klimawandel verändert unsere Landschaft, eigentlich wie im Zeitraffer.

00:00:58: Wenn man da zum Beispiel diesen gigantischen Felssturz in der Berchtesgadener Alpen an denen denkt – ein Wunder das damals nicht mehr passiert ist.

00:01:07: Ja, ich kann mich erinnern!

00:01:08: Also wirklich ein Wahnsinn.

00:01:10: die Natur ist im Umbruch und wir müssen einfach neue Wege gefunden werden.

00:01:14: Christian hast du gewusst dass die Wegewatterinnen und Wegewater also das sind jene die die Instandhaltung durchführen?

00:01:21: Das sind Österreicher in Erndel amtlich tätig sind.

00:01:24: Na, so wie habt ihr gewusst?

00:01:25: Ich habe auch keine Gedanken jetzt in Wirklichkeit drüber gemacht.

00:01:28: Aber Hut ab!

00:01:29: In dem Fall von diesen freiwilligen Einsatzkräften sind also echte Idealisten die sowas machen schätze mal unnatürlich.

00:01:35: Idealistinnen darf man nicht vergessen.

00:01:37: Ja da hast du recht ja aber Das muss man ganz klar betonen.

00:01:43: Sie können nicht überall gleichzeitig sein, umso wichtiger ist deshalb die Eigenverantwortung der Wege-Nutzenden, also die erhöhte Achtssagenkeit von allen, die im Wandern oder Rad fahren in der Freien Natur und das braucht einem vorher ein Gespür dafür wie man sich in der Umwelt am Vorbewegte.

00:02:00: Ja so ist es Sabine.

00:02:01: Sicherheit beim Freizeitsport – das ist eigentlich unsere eigene Entscheidung ob wir sicher unterwegs sind oder nicht ganz besonders wichtig in natürlichen Zeiten des Klimawandels.

00:02:11: Die einzige Konstante im Leben, das ist die Veränderung.

00:02:14: Das ist ein Zitat vom guten alten Heraklid und seine allgemeingültige Aussage passt ja ganz genau zu unserem heutigen Thema Klima- und Umweltveränderungen unserer Zeit.

00:02:25: Und was machen die eigentlich beim Wandern?

00:02:27: Was machen sie mit unserer Umwelt?

00:02:30: Der heutige Podcast beschäftigt sich also mit dem Thema Wanderwege im Wandel und wir wollen dazu allen Freizeitsportlerinnen, die sich gern in der freien Natur bewegen.

00:02:40: Mit wissenswerten News und Infos ein bisschen auch eine Entierung bieten!

00:02:45: Das Thema Sicherheit beim Wandern und Mountainbiking in Zeiten des Klimawandels werden wir heute gemeinsam mit zwei Experten genauer Lupe nehmen.

00:02:53: Einerseits aus technischer Sicht mit Herrn Diplomenschner Matthias Bils, er ist Vermessungsexperte um Betreuer des Fachbereichs Wege in der Bundesorganisation der Naturfreunde und andererseits aus rechtlicher Sicht mit unserem Kollegen Dr.

00:03:10: Armin Kaldenäger.

00:03:12: Herzlich willkommen, liebe KV Podcast-Fans.

00:03:14: Es wird sicher spannend.

00:03:16: bleiben Sie also dran!

00:03:35: Ja hallo, herzlich willkommen.

00:03:37: Lieber Herr Diplom, schöner Bild und lieber Arme bei der heutigen Aufzeichnung des Podcasts!

00:03:42: Danke für die Einladung und ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:03:45: Schönen guten Tag.

00:03:46: Ja, Herr Diplonschener-Pilz.

00:03:47: Sie sind Experte für Wegenetze und für die Wegesicherheit in der Bundesorganisation der Naturfreunde in Österreich.

00:03:54: Das ist neben dem Alpenverein eine der größten Wander- und Freizeitsportvereinigungen Österreichs.

00:04:01: Sagen sie welche Philosophie und welche Aufgaben hat denn ihre Organisation?

00:04:06: Die Naturfreude stehen im Kern für ganz einfache Idee rausgehend den Natur erleben – und das für alle!

00:04:12: Egal ob Anfänger, Familien oder ambitionierte Bergspartner.

00:04:16: Der Zugang zur Natur soll sicher leistbar und verantwortungsvoll sein.

00:04:21: Unsere Philosophie verbindet also Bewegung, Naturschutz und auch soziale Offenheit.

00:04:27: Getragen wird das alles von unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:04:31: Da sind tausende Freiwillige die in ganz Österreich genauso Wanderwege wie Kinderschiekurse, gemeinsame Bergtouren und vieles mehr betreuen.

00:04:40: Zu unseren zentralen Aufgaben zählt also die Erhaltung der Wege und Hütten, die Förderung der albinen Sicherheit mit unserem umfangreichen Veranstaltungsangebot wie auch ein aktiver Umwelt- und Naturschutz.

00:04:52: Und dabei ist es uns sehr wichtig dass die Natur für alle Menschen erreichbar ist!

00:04:58: Ja Herr Bils, danke.

00:04:58: Jetzt wissen wir ein bisschen was die Naturfreunde so für Aufgaben haben.

00:05:02: Mich würde natürlich noch interessieren wo sie jetzt im Rahmen der Naturfreundlich für einen Aufgabenbereich haben?

00:05:08: Welche Zuständigkeiten und welche Aufgaben ihr persönliche Arbeitsbereichs sind.

00:05:12: ich glaube Ihr Büro ist ja in Wien oder Sie haben auch gesagt den Graz dann teilweise aber Einsatzgebiet.

00:05:20: wo sich unterwegs sind das ist sicher viel größer ganz Österreich nicht mehr mal an.

00:05:24: Unser Wegenetz der Naturfreunde erstreckt sie hauptsächlich über den ostösterreichischen Raum, über die ostö österreichischen Bundesländer und darum bin ich ja da vorrangig unterwegs.

00:05:35: In den letzten Jahren sind Termine zur Konfliktlösung mit Grundeigentümerinnen mehr geworden und dann gibt es natürlich auf viele Fälle wo wir uns draußen bauliche notwendige Maßnahmen anschauen.

00:05:49: Bei der Betreuung unserer Wegetatenbank oder juristischen Fragen bin ich dann aber doch im Büro anzutreffen.

00:05:55: Hier kommen wir zum heutigen Klärenthema, nämlich dem Klimawandel.

00:05:59: Sagen Sie Herr Bild, welche Probleme im Punkt of Wegesicherheit bringen denn die aktuellen klimatischen Veränderungen mit sich?

00:06:06: Welche neuen und eher ungewohnten Herausforderungen gilt es denn da zu stemmen?

00:06:11: Wie bereits angesprochen liegt unser Wegenetz hauptsächlich in Ostösterreich und damit sind wir auf unseren Wegen weniger vom Aufdauern des Bärmerfrosts betroffen.

00:06:21: Steinschlag, Erosion und vor allem aber massiv für Wind- und Schneeprucherreignisse im Waldbereich stellen uns aber vor riesengroße Herausforderungen.

00:06:30: Da kannst du schon einmal passieren, dass eine Wegewartin oder ein Wegewart binnen kürzester Zeit hunderte Kilometer Wege kontrollieren und gegebenenfalls auch aufarbeiten soll.

00:06:39: Das ist natürlich unmöglich!

00:06:42: Immerhin machen unsere Wegewarten und wegewartet das in ihrer Freizeit – und zu guter Letzt trifft auch in unseren Hütten der Wassermangel in den Bergen, der immer stärker zu spüren ist

00:06:53: extrem viele Herausforderungen.

00:06:55: Das ist ja ganz vielen einfach nicht bewusst, weil man das so nicht tagtäglich miterlebt, vor allem wie ich und viele andere die gerne in der Natur unterwegs sind.

00:07:05: aber ganz wichtig und ganz herausfordernd ist es wahrscheinlich eben für die Wege wartinnen und wegewarten.

00:07:12: jetzt habe ich schon gehört dieser Bini hat gesagt sie haben das auch wieder gesagt diese Einsatzkräfte, die sind da wirklich alle ehrenamtlich unterwegs.

00:07:21: Also für die Instandhaltung der Wanderweg ist das ein reines Ehrenamt?

00:07:25: Genauso ist es!

00:07:26: Die Naturfreunde zum Beispiel betreuen in Österreich rund fünf tausend Kilometer Wanderwege.

00:07:31: rein ehrenantlich und gemeinsam mit den anderen Albinenvereinen, die auch Wegebetragungen machen, ist diese enorme Wertschöpfung für den Tourismus in Österreich, der absolut mehr Anerkennung verdient.

00:07:44: Und diese Betreuung wird aber immer schwieriger.

00:07:46: Es wird schwer freiwillige Menschen zu finden, die diese Arbeit leisten und ihre Freizeit opfern.

00:07:53: Wir sind darüber jede helfende Hand dankbar!

00:07:56: Mit den zunehmenden Interessenskonflikten wird auch der Ton gegenüber unseren Wegebetreuenden rauer.

00:08:03: Man kann sagen früher hat der Wegewart beim Markieren draußen ein Schnapsel bekommen heute bekommt er Besitzstörungsklage.

00:08:10: Auch von den Wandern selbst droht scheinbar Gefahr.

00:08:14: Immer öfter wird nach einem Unfall oder nach einem Sturz die Schuldfrage gestellt und das vor Unsicherheit.

00:08:19: natürlich unsere Ehrenamtlichen enorm, obwohl man darauf hinweisen muss dass die Wandernden das natürlich fast immer eigenfahrend ordentlich tun.

00:08:28: Aber wenn es jetzt irgendwer sagt ich bin eh gerne in der Natur Ich bin gern draußen unterwegs!

00:08:32: Ich würde da mithelfen Würde mir einfach vor Fahrweg schon sagen mach zusammen, lasst euch nicht verunsichern.

00:08:38: aber dazu kommen wir dann eh noch.

00:08:40: Ja, und wenn wir jetzt auf das Thema Eigenverantwortung zurückkommen.

00:08:43: Das mit der Eigenverordnung bedeutet ja dass beim Wandern selbst auf markierten Wegen da es keine rundum Sorglosangebot gibt sondern das ist eine bewusste Entscheidung ich bin in einer Natur unterwegs sie muss aufmerksam sein Natur respektieren.

00:08:59: Also das muss man einfach ganz klar betonen.

00:09:01: Worauf müssen wir Wege nutzen, also künftig vermehrt achten?

00:09:04: Wie lauteten so ihr persönlicher Appell an alle Menschen die sich gerne in der freien Natur zu Fuß oder mit dem Radl bewegen?

00:09:12: Ja, wir merken spätestens seit der Pandemie dass starker Zuwachs an Autorsportlerinnen und Autorsports zu bemerken ist und es betrifft nicht nur extreme Sportarten wie zum Beispiel Eisklettern oder Albinklettern sondern vor allem auch des Wandern.

00:09:27: Und vor allem sehr viele junge Menschen haben das Wandern für sich entdeckt.

00:09:30: Ja, mit diesem Wanderboom – das ist glaube ich wirklich ein Boom – sind ja durchaus ein paar problematische Massenphänomene auch verbunden.

00:09:38: Was sind denn da aus ihrer Sicht die größten Sorgenkinder, die wir heute so kennen?

00:09:44: Problematisch ist es immer dann wenn viele Leute in kurzer Zeit auf engem Raum zusammenkommen.

00:09:49: Nicht sollten es so dass in den sozialen Medien ein schönes Foto gepostet wird oder dass dort und da gute Verhältnisse herrschen, und am Wochenende danach geht der Parkplatz über.

00:10:00: Es werden Zufahrten für Anwohnern, Berechtigte- und Einsatzorganisationen verparkt – die Belastung fürs Wild, für die Natur und auch für die Anreiner ist natürlich ungemein hoch wenn so viele Menschen in kurzer Zeit auf einen Platz zusammenkommen.

00:10:16: Oft werden durch den Anreiz in sozialen Medien zu schwere Touren untergenommen.

00:10:21: Was wir uns da wirklich wünschen würden, ist ein geschärftes Risikobewusstsein als Sensibilisierung der Gesellschaft in Sachen Natur und Umweltschutz.

00:10:30: Und vor allem eine stärkere Wahrnehmung der Eigenverantwortung die jeder einzelne von uns trägt.

00:10:37: Ja, und wenn wir jetzt auf das Thema Eigenverantwortung zurückkommen.

00:10:41: Das mit der Eigenverordnung bedeutet ja dass beim Wandern selbst auf markierten Wegen da es keine rundum sorglos Angebot gibt sondern das ist eine bewusste Entscheidung.

00:10:51: ich bin in der Natur unterwegs.

00:10:53: sie muss aufmerksam sein Natur respektieren.

00:10:56: Also das muss man einfach ganz klar betonen, worauf müssen wir Wege nutzen und also künftig vermehrt achten?

00:11:02: Wie lauteten so ihr persönlicher Appell an alle Menschen die sich gerne in der freien Natur zu Fuß oder mit dem Radl bewegen?

00:11:10: Ja, wir sollten achtsam mit der Natur umgehen!

00:11:12: Wir sollten möglichst viel Naturaum für die nachfolgenden Generationen erhalten Und wir sollten ein unseren Köpfen verankern dass es in den Bergen gefahren geben darf.

00:11:22: nicht jede Gefahr kann und soll ausgeschlossen werden.

00:11:26: Die Berge sind ein Platz für Menschen mit Eigenverantwortung.

00:11:29: Die Wahrnehmung der Eigenverordnung bedeutet eine sorgfältige Vorbereitung und Tourenplanung.

00:11:34: Man berücksichtigt die Anforderungen, die Wetterbedienungen, Verhältnisse oder das Können der Gruppe.

00:11:42: Wir sind alle zu Gast in der Natur!

00:11:49: Vielen Dank, lieber Matthias Pilz.

00:11:51: Ich glaube das war jetzt eine ganz wichtige Message an uns alle wie wir nämlich einerseits die Natur erhalten können, erfreut haben können wenn wir draußen unterwegs sind und aber gleichzeitig auch sicher unterwegs sind was ja auch wichtig ist dass wir alle wieder gesund heimkommen.

00:12:08: Ja unsere Wanderwege sind im Wandel.

00:12:10: die Risiken für Wegehalter und Wegenutzerinnen sind vielerorts größer geworden.

00:12:17: Welche neuen Herausforderungen bringt der Klimawandel rund ums Thema Wegenutzung und Wegerecht mit sich?

00:12:24: Wie siehst du, Armin als Jurist diese Entwicklung.

00:12:27: Ja also wir haben hier einfach eine ganze Fülle neuer Situationen und Auseinandersetzungen.

00:12:34: im Mittelpunkt des auseinander Setzungs steht immer dieses Wegerech das teils missverstanden wird, teils überinterpretiert wird ,teils unterschätzt wird.

00:12:43: ganz unterschiedlich hier zu informieren ist ein Kernpunkt für gute Lösungen.

00:12:49: Was regelt das?

00:12:50: Naja, im Grunde regelt es weder Recht.

00:12:52: wo darf ich wandern?

00:12:54: Mountainbalken sind so die zwei Schwerpunkte der Nutzung aus dem Freizeitverhalten heraus.

00:12:58: und

00:12:59: auch wer ist für die Wege verantwortlich und in der Folge möglicherweise für einen Unfall verantwortliche.

00:13:07: Das sind alles recht komplexe Strukturen.

00:13:10: Geben wir hier auch Antworten!

00:13:12: Wo darf Beim Wandern ist es leicht zu beantworten, nahezu überall.

00:13:17: Wir haben ein freies Betretungsrecht im Wald außer in ausdrücklich gekennzeichneten Sperrgebieten.

00:13:23: Freies Betrittungsrecht in Ödland, das ist oberhalb der Baumkränze und Ausnahmen gibt schon.

00:13:30: Wiesenfelder darf ich eigentlich nicht betreten wenn da kein Weg drüber führt.

00:13:35: Da gibt's dieses freie Betrettungsrecht nicht.

00:13:38: Mountainbiken?

00:13:39: Das wollte ich grad fragen!

00:13:41: Gilt er das gleiche?

00:13:42: Nein, weil es ist fast umgekehrt.

00:13:44: Das ist viel restriktiver.

00:13:47: Das darf ich eigentlich fast nur dort wo's ausdrücklich erlaubt ist.

00:13:50: Da sind natürlich öffentliche Verkehrsflächen da können auch Güterwege dazu aber eben keine Forststraßen im Wald.

00:13:57: Eigentlich nur gekennzeichnete und dafür gewidmete Single Trails, Share Trails oder Mountainbike Routen.

00:14:05: Das is erlaubd der Rest nicht Ganz, ganz wichtig bei dieser Nutzung ist.

00:14:11: das Gesetz stellt eigentlich fest jeder ist für seinen Schaden selbst verantwortlich.

00:14:16: Das ist der erste Satz und nur ausnahmsweise kommt es dazu dass sich wie im anderen dafür hafbar machen kann einen Wegehalter einem Besitzer einen Wegewart oder ähnliches.

00:14:28: Das is aber wirklich selten der Fall.

00:14:30: Dazu muss viel zusammenkommen ja?

00:14:33: Es muss grobe Fahrlässigkeit da gewesen sein Keine Zumutbarkeit.

00:14:39: Es ist nicht zumutbarigkeit in einer Stunde nach einem Unwetter hundert Kilometer anzuschauen, ich kann sie nur Stück für Stück angehen.

00:14:46: Also kommt fast nie vor.

00:14:48: wir haben so Analysen einmal gemacht also wir haben pro Jahr pro Bundesland nicht einmal einen Fall.

00:14:54: Die Regel ist in neunundneunzig Prozent.

00:14:57: einfach bin Ich einfach selber schuld weil im Wald der gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung.

00:15:03: Gefahrenstellen wie Wurzeln, Steine, Wasserrinnen, Nasses, rutschiges Laub – da kann man mit dem Mountainbike schön ausrutschen!

00:15:10: Aber das gehört ja zur Sportart dazu.

00:15:13: Mit dem muss ich rechnen eigentlich.

00:15:14: Die Judikatur,

00:15:15: dass auch ausdrücklich gesagt diese typischen Gefahren, die habe ich selber zu verantworten.

00:15:23: Ein bisschen in einer Freizeit selbst gerne mit dem mountain bike unterwegs?

00:15:26: Wie erlebst du die Veränderungen in der Landschaft und die Umwälzungen im Freizeitarismus sozusagen als Sicht des Freizeitsportlers?

00:15:34: Ja, jetzt könnte man sagen aus Sicht des Freizeitsportlers ist der Klimawandel fast toll weil diese Sonnen werden länger.

00:15:42: Es gibt ein größeres Angebot, die Winter sind Schneeärmer.

00:15:46: als Mountainbiker kann ich das ganze Jahr durchfahren.

00:15:48: im November liegt nie Schnee.

00:15:49: da kann ich alle mountainbike-Routen fahren wenn sie überhaupt geöffnet sind.

00:15:54: es hat sich sehr viel verändert.

00:15:55: ja natürlich sind das Veränderungen die man gesamtgesellschaftlich sehen muss und dass ihnen nicht mehr so positiv.

00:16:02: aber was passiert?

00:16:03: Der Nutzungsdruck, vor allem durch die Freizeitorientierung wird größer.

00:16:08: Damit werden die Konflikte größer und verschiedenste Gruppierungen – und das sind nicht nur die Nutzer selbst sondern auch jene, die rechtliche Positionen haben!

00:16:17: Ein Jagdrecht, ein Forstrecht, ein Eigentumsrecht, ja?

00:16:22: Die knallen aufeinander.

00:16:24: Also sehr viele Interessenskonflikte, die jetzt einfach neu dazukommen.

00:16:28: Die Größe wären vielleicht auch eben durch diese Umwelt Themen.

00:16:32: Armin, du stehst ja vielen Gemeinden und auch Institutionen als renommierter Rechtsexperte zur Verfügung.

00:16:39: Du hältst Vorträge zum Thema Wegerecht in ganz Österreich – ich weiß, du bist da auch sehr beliebt!

00:16:43: Ich werde da öfters angefragt.

00:16:44: Schickt's mir den Armin nochmal vorbei?

00:16:46: Weil wir brauchen da auf jeden Fall wieder gute fundierte Information.

00:16:51: mit welchen aktuellen Problemen im Punkt der Wege recht bist du denn da bei diesen Geschichten am häufigsten konfrontiert?

00:16:58: Das kann man ziemlich gut.

00:17:01: ausformulieren.

00:17:02: Es sind zum einen die Haftungsengte der Ärmdrandlichen, weil sie bei der Druck seitens der Natur zunehmend, da Druck seit uns der anderen Menschen, die hier irgendeine Position haben zunimmt und die stehen irgendwo dazwischen.

00:17:15: Die wollen nur ihre Arbeit tun.

00:17:17: Ganz in Ruhe am liebsten!

00:17:18: Dann die Nutzungskonflikte zwischen den Nutzern.

00:17:22: Das sind Sporttreibende, Wanderer, Mountainbiker eigentümer, Menschen dem Wald arbeiten.

00:17:26: das ist auch ein Arbeitsplatz.

00:17:29: Diese Veränderung triggert auch, dass sich Tourismusgebiete umorientieren müssen.

00:17:35: Skifang nimmt ab und gibt Destinationen.

00:17:38: Da ist es komplett vorbei!

00:17:39: Die müssen umsatteln.

00:17:41: Ja da gibt's natürlich dann Interessenskonflikte bei der Erschliessung dieser neuen Möglichkeiten.

00:17:46: Bei Erschließungen neuer Wege.

00:17:47: Da prallt wieder viel aufeinander.

00:17:49: Aber es muss gemeinsam gemacht werden.

00:17:51: Und da hilft natürlich dieses mediative Wirken von Kurtherum für Verkehrssicherheit das wir sagen Das ist eine Chance für uns alle.

00:17:58: Ja, Sicherheit darf auch nicht zu kurz kommen.

00:18:01: Nutzmaß indem wir uns gemeinsam zusammensetzen!

00:18:04: Du Armin ich hätte noch eine Frage zum Thema Haftung und Sicherheit beim Wandern.

00:18:07: Ein Thema das man jeden Sommer, jeden Herbst und man liest Unfälle mit Weidefee.

00:18:13: also man trifft auf der Alm am Weg von Kuhherde zum Beispiel und es kann halt ein Heikel ausgehen wenn man sich hat dass Besucher nicht richtig verhält.

00:18:23: da gab's ja vor einiger Zeit eine interessante Gesetzesänderungen.

00:18:25: kannst du das uns erklären?

00:18:27: Ja, da ging es vor allem um Almen, Weidevieh und Wanderer.

00:18:34: Es haben diese Konflikte zugenommen weil eben mehr Exposure dort war also mehr Leute die dort unterwegs waren.

00:18:40: das kam vermehrt zu klagen.

00:18:42: Und niemand hat sich dem mehr entziehen können nicht einmal das österreichische Parlament.

00:18:46: dieser Druck ist immer weitergegangen.

00:18:48: dann müssen wir was ändern ein bisschen was klarstellen.

00:18:52: Eigentlich ist alles so schön erklärt, aber das muss auch in der Praxis funktionieren.

00:18:55: Und deshalb wurde sogar das ABGB, das Zweihundert Jahre alt ist und dort wirklich oft geändert wird, wurde in diesem Punkt geändert.

00:19:02: Ich lese da jetzt mal was vor weil... Das war eine Änderung die definitiv auf dem Klimawandel zuzuordnen ist, den veränderten Freizeitgewohnheiten zuzuorden ist.

00:19:11: Da können wir wirklich sagen das ist praktisch gelebt was wir heute hier als Thema haben.

00:19:16: die erwartbare Eigenverantwortung der Besucher von Almen und Weiden richtet sich nachdem durch die Alm- und Weidewirtschaft drohenden Gefahren der Verkehrsübung und anwendbaren Verhaltungsregeln.

00:19:28: Das war vorher nicht so klar drinnen Da gab es mehr Streitpotenzial.

00:19:32: Amen, ich muss da was fragen!

00:19:34: Das war jetzt sehr, sehr juristisch und wäre glaube ich schön und wichtig, wenn wir unsere Landwirte die da zum Beispiel draußen eben auch Wege haben, weil man die ein bisschen beruhigen können?

00:19:44: Ich hab's jetzt noch nicht hundertprozentig verstanden diesen juristischen Ausdruck.

00:19:49: Können wir diese Landwirten beruhgen?

00:19:50: Ja, denn die Botschaft ist... Die Landwirter sind nicht automatisch schuld, weil ihre Kühe dort waren und vielleicht etwas gemacht haben.

00:19:59: Nein!

00:20:00: Die Eigenverantwortung liegt primär beim Wanderer.

00:20:03: Er muss sich so verhalten, wie ist die Eingart dieses Ortes?

00:20:08: Dort schön hat er mal Kühe verlangt und er ist ja selbst als Tierhalter weil sehr oft ist das im Kontext mit Hunden.

00:20:17: Da passieren die meisten Unfälle für diesen Hund verantwortlich.

00:20:21: Und man muss ihn artgerecht durch diese Gegend führen.

00:20:24: Das ist klarer ausgeführt worden.

00:20:26: Seither gab es bereits einige Urteile zu... Gunsten der Landwirte, im Grunde ist der Wanderer dort abgeblitzt.

00:20:35: Ja und besonders achtsam muss man ja beim Wandern mit Kindern tunken sein.

00:20:39: das was du erklärt also noch einmal zur Wiederholung.

00:20:43: Also ich glaube da werden oft auch Schilder aufgestellt.

00:20:46: Muss das immer ein Schild sein oder ist es gar nicht mehr notwendig dass man das aufsteht eigentlich auf Weiden?

00:20:54: Genau dafür hat das Gesetz Das bereits selbst erklärt, die Tafel ist weniger wichtig geworden.

00:21:00: Den Hinweis aufzustellen, dass es sich hier vielleicht um Mutterkühe handelt – wo's noch gefährlich ist?

00:21:06: Der ist sicher zweckmäßig!

00:21:07: Aber eigentlich all das, dass wir dort in den Schilderwald bekommen sollte das Gesetz abnehmen und hat das quasi vorweg für alle Situationen geregelt.

00:21:18: Sehr gut, ja.

00:21:19: Armin du hast mal irgendwann einmal vor einigen Tagen erklärt warum eigentlich der Hund und die Kühe so besonders gefährliches Thema sind, wenn sie da zusammenkommen.

00:21:31: Kannst du das vielleicht uns allen noch einmal erklären?

00:21:34: Genau!

00:21:35: Weil wir sind Lebewesen, die denken vielleicht nicht so viel nach aber Sie haben sehr funktionierende Instinkte.

00:21:41: Und der Hund ist der Wolf.

00:21:44: Ja auch wenn man es mit einem Hund nicht mehr an sich bei seinem Verhalten Aber aus Sicht der Kühe ist er das weiterhin.

00:21:49: ja und wenn ich dann auch eine Mutterkuh bin Was werde ich tun?

00:21:53: gegenüber dem Wolf?

00:21:54: werde ich meine Jungen, meine Kälber verteidigen und schon habe ich den Konflikt.

00:21:59: Und dann stehen sich sehr oft die Hundehalter dazwischen.

00:22:02: Und fertig ist er wirklich gefährlicher, dramatischer und oft tragisch ausgehender Mix.

00:22:08: Deshalb dieses große Gefahrenpotenzial in der Situation.

00:22:13: Amin danke nochmal für diese Erklärung!

00:22:15: Mir war das einfach unklar oder nicht bewusst so... Jetzt hab' es irgendwie auch verstanden was du mir das mal gesagt hast Ammin, so Richtung Abschluss.

00:22:24: Hast du vielleicht noch abschließende persönliche Botschaft an alle?

00:22:28: Waren das Leute um Mountainbiker und Mountainbikerinnen?

00:22:31: Ja ganz, ganz eine klare Botschaft.

00:22:33: Das denke ich mir immer wieder.

00:22:34: Ich bin so gern im Wald.

00:22:35: Wenn ich das nicht hätte ... Die wird depressiv werden wahrscheinlich!

00:22:39: Es ist so wichtig die Waldenutzung als Geschenk zu betrachten.

00:22:42: Das ist ein ganz großes Geschenke.

00:22:44: es gibt Gländer da ist das nicht so liberal geregelt Da haben die Menschen keinen Zugang oder es gibt gar keine Wälder Und im Umgang mit Menschen, Tieren und Umwelt immer so verhalten ein bisschen nach dem kategorischen Imperativ.

00:22:59: Ich verhalte mich so wie ich auch gerne behandelt werden würde.

00:23:04: Dann funktioniert schon im Wald!

00:23:06: Danke Armin.

00:23:07: das war jetzt sehr berührendes einerseits aber auch glaube ja ganz ein ganz wichtiges Schlusswort.

00:23:13: Ja, herzlichen Dank auch von meiner Seite an unsere beiden Experten Matthias Bildt und Amink Haltenegger für ihren Besuch im Studio und für das interessante Gespräch.

00:23:22: Danke für die Einladung und fürs tolle Gespräch!

00:23:25: Vielen Dank war wirklich ein tolles Gespräch.

00:23:28: Liebe Hörerinnen und Hörern, ein herzliches Dankeschön auch Ihnen fürs dabei sein.

00:23:32: in unserem nächsten Podcast-Gespräch geht es dann um uns nämlich um das Thema dass KV als Team und Arbeitgeber Ein Blick hinter die Kulissen einer österreichischen Sicherheitsinstitution.

00:23:45: Bleiben Sie immer einen richtigen Weg, zeigen sie Vor- und Rücksicht, respektieren sie ihre Umwelt, bleiben sie informiert und interessiert.

00:23:53: Wir wünschen Ihnen schöne und sichere Wanderungen und Mountainbike-Tour in Österreich.

00:23:59: Und bleiben Sie fit, bleiben Sie gesund – bis bald bei unserer nächsten Folge von.

00:24:03: sicher ist sicher.

00:24:05: Sie hörten Diplom-Ingenieurin Sabine Kaulich und Diplomingenieur Christian Kreutler vom Kuratorium für Verkehrssicherheit im Gespräch mit Diplomaingenieur Matthias Peels von der Bundesorganisation der Naturfreunde Österreich.

00:24:21: Und Dr.

00:24:21: Armin Kaltenegger, Leiter des KV Fachbereichs Recht und Normen Mehr Infos zum Thema dieser KV Podcast Episode und zu vielen weiteren wichtigen Sicherheitsthemen finden Sie auf unserer Website kv.at.

00:24:37: Alle KV-Podcast Folgen sind unter kv punkt at slash podcast abrufbar.

00:24:44: Abonnieren sie sicher ist sicher, auf Spotify Apple und YouTube sowie auf allen gängigen Podcatcher Plattformen und empfehlen Sie unseren Podcast weiter!

00:24:54: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei Sicher ist sicher, dem Vordenker in den Podcast

00:25:00: des KFV.

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