Es lebe der Sport: Fußball macht Spaß – mit Sicherheit!
Shownotes
Jetzt geht’s los: Die Fußballsaison steht vor der Tür – die Fußball-WM noch dazu! Fußball ist in Österreich ein begeisternder Volkssport. Einziger Wermutstropfen: Pro Jahr verletzen sich hierzulande rund 36.000 Menschen beim Fußballspielen spitalsreif – so viele wie das Publikum eines ziemlich großen Stadions. Wie können schwere Verletzungen im Fußballsport verhindert werden? Warum werden Gehirnerschütterungen meist unterschätzt? Welche Empfehlungen gibt es für ein gutes Aufwärmtraining?
Unsere Studiogäste: Sportmediziner Dr. Marc Sohm, Leitung Sportmedizin im Olympiazentrum Vorarlberg GmbH, Sportwissenschaftler Marc Philippe, Olympiazentrum Vorarlberg GmbH sowie KFV Sportexperte David Kirchmayr (KFV Fachbereich Sport & Freizeitsicherheit)
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00:00:02: Na was ist jetzt? Eine mitm Runden ins Eckige!
00:00:06: Christian, reg dich nicht so auf. Ich glaub, wir hätten das Online-Meeting ein bisschen früher ansetzen müssen, jetzt bist du absolut unkonzentriert und dabei soll doch Fußball Spaß machen, auch beim Zuschauen.
00:00:17: Ja eh, Sabine, aber manchmal ist sogar das Zuschauen anstrengend genug. Außerdem, ich muss ja trainieren, nämlich fürs WM-Fieber, du weißt, es kommt bald.
00:00:25: Na, servus. Das wird ein aufregendes Fußballjahr.
00:00:30: Jetzt geht's also los. Die neue Fußballsaison, die hat bereits begonnen und die Fußball-WM, die wird heuer ein besonderes Highlight werden. Fußball ist in Österreich ja ein Volkssport und das nicht erst seit dem Wunder von Cordoba, wer sich noch erinnern kann. Und so soll es sein! Sport ist gesund, Sport hält fit, macht Spaß und es sorgt sogar für Glücksgefühle. Ganz, ganz wichtig ist, glaube ich auch, es kann einfach den Teamgeist fördern und stärken. Aber bei aller Euphorie, das Thema Sicherheit, sollte im Fußballsport vermehrt im Fokus stehen, denn pro Jahr verletzen Sie in Österreich rund 36.000 Menschen beim Fußballspielen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Und wenn man sich das überlegt oder vorstellt, das ist ein sehr, sehr großes Stadion an Personen, die sich da jedes Jahr verletzen. Die gute Nachricht wiederum, ein Großteil dieser Verletzungen lässt sich durch einfache Maßnahmen verhindern oder im Puncto Verletzungsschwere deutlich verringern. Diese ungenutzten Sicherheitsreserven, die werden wir heute genauer unter die Lupe nehmen. Meine bessere Hälfte, die Sabine Kaulich, die ist heute zwar nicht aufgestellt, aber ich bin trotzdem in guter Gesellschaft. Zum heutigen Podcastgespräch habe ich mir nämlich gleich drei Fachleute eingeladen. Zum einen den Sportmediziner Dr. Marc Sohm und den Sportwissenschaftler Dr. Marc Philippe vom Olympiazentrum in Vorarlberg und Sportwissenschaftler David Kirchmeier vom KFV-Institut für Sport und Freizeitsicherheit in Wien. Also dann, gleich ist Anpfiff, herzlich willkommen liebe Podcast- und Fußballfans. Bleiben Sie dran!
00:02:07: Sicher ist sicher. Der Vordenker*innen Podcast des KFV. Episode 36: Es lebe der Sport! Fußball macht Spaß – mit Sicherheit.
00:02:20: Ja, auch unserem Experten-Team in Vorarlberg und natürlich da auch in Wien ein herzliches Willkommen. Grüß euch!
00:02:26: Guten Tag, danke für die Einladung.
00:02:28: Vielen Dank auch von meiner Seite.
00:02:30: Hallo Christian.
00:02:31: Ja schönen Gruß ins Ländle, meine heiß geliebte Heimat. Herr Dr. Sohm, Sie sind Sportmediziner im Olympiazentrum in Vorarlberg in Dornbirn. Was sind so Ihre konkreten Aufgaben? Was sind so die Einsatzbereiche? Und welche Rolle spielt dort tatsächlich auch der Fußball bei Ihrer Arbeit?
00:02:51: Ich leite das Sportmedizinische Institut des Olympiazentrums seit 2014 und untersuche und berate Kaderangehörige des Vorarlberger Einzelspitzensportkaders und Mitglieder von Fachverbandskadern. Das heißt, ich stehe sowohl in Reha-Fragen als auch in anderen sportmedizinischen Fragestellungen mit Rat und Tat zur Seite. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Olympic High Performance Units im Olympiazentrum ermöglicht ein optimales Betreuungsumfeld und im Rahmen dieser jährlichen verpflichtenden sportmedizinischen Untersuchungen werden sowohl der Nachwuchs des Vorarlberger Fußballverbandes als auch einzelne Bundesligateams bei uns vorstellig.
00:03:29: Und wenn wir mal ganz kurz jetzt mal zum Fußball kommen, in diesem Wirkungsbereich. Was sind denn so aus Ihrer Erfahrung die häufigsten Verletzungsarten im Fußballsport?
00:03:39: Man muss schon sagen, Fußball zählt zu den verletzungsreichsten Sportarten, da hohe Laufgeschwindigkeiten und diese intensiven Zweikämpfe enorme Belastungen auf Muskeln und Gelenke ausüben. Und die FIFA hat definiert, dass jede körperliche Beschwerde durch Training oder Spiel bereits als Verletzung gilt. Und da ist es etwa so, dass jede zweite entsteht durch direkten Körperkontakt, meist im Wettkampf, während es auch zahlreiche kontaktlose Verletzungen im Training geben kann. Hier ist das Sprunggelenk, vor allem durch Umknicken, die häufigste Region, die betroffen ist, dicht gefolgt von den Muskelverletzungen, da vor allem Oberschenkel und Wadenmuskulatur herauszuheben. Aber man darf nicht vergessen, dass auch der intensive Pressing-Fußball im Profisport vermehrt Knieverletzungen provoziert und da wäre die Kreuzbandverletzung zu nennen. Was wir auch sehen, ist, dass im Fußball Gehirnerschütterungen meist sehr klinisch relevant sind, obwohl sie immer noch bei offiziellen Zahlen unterschätzt werden, vor allem im Amateurbereich.
00:04:35: Viele Verletzungen haben Sie gerade gesagt. Es ist natürlich auch so, dass es viele Fußballspieler und Fußballspielerinnen natürlich auch gibt. Also wir haben so ein bisschen Exposure gemacht und haben gesehen, dass etwa 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich Fußball spielen und, dass dann 36.000 irgendwie im Krankenhaus jedes Jahr behandelt, werden müssen, weil sie sich da verletzen. Was die Anzahl der Gehirnerschütterungen betrifft, da gibt es ja, so wie sie es eh schon angeschnitten haben, auch eine große Dunkelziffer. Da werden wir dann später noch ein bisschen dazukommen, indem wir einfach die Ergebnisse unserer neuen KFV-Studie auch näher beleuchten. Vorher möchte ich aber noch meinen zweiten Gast aus Vorarlberg an das Mikro bitten, den Herrn Philippe. Sie sind auch im Olympiazentrum Vorarlberg tätig, und zwar im sportwissenschaftlichen Bereich. Wo liegt da gerade Ihr aktueller Forschungsfokus?
00:05:27: Ja, also insgesamt muss man ja mal sagen, dass wir in Vorarlberg im Olympiazentrum insbesondere verantwortlich sind, um Spitzensportlerinnen zu betreuen. Das heißt, wir sind nicht eine direkte Forschungseinrichtung, wie man es jetzt zum Beispiel von Universitäten kennt und dementsprechend ist auch mein Hauptjob, aktuelle Forschungsergebnisse so zu nutzen, dass sie sowohl unserem gesamten Team wie natürlich auch dann den Athlet*innen zugutekommen. Trotz allem haben wir auch die Ausrichtung, dass wir versuchen, einen Teil dieses Wissens nach außen zu bringen und da, wo wir merken, dass irgendwo noch so Lücken sind, uns auch in der Forschung zu engagieren. Und da ist momentan der ganz besondere Fokus natürlich auf den Gehirnerschütterungen und insbesondere auf dem Thema der neuroprotektiven Ernährung. Das ist ein Teilbereich, der noch relativ brach liegt, sonst in der Forschung, wo wir uns über die Jahre eine gewisse Evidenz aufgebaut haben, aus eher der Praxis und das probieren wir jetzt auch in einzelnen Forschungsarbeiten natürlich dann anders noch, oder von der wissenschaftlichen Seite zu beleuchten.
00:06:27: Ich bin ja grundsätzlich neugierig. Jetzt habe ich zweimal schon dieses Wort, die Gehirnerschütterungen beim Fußball gehört. Wie ist es denn so, wie kommt es denn eigentlich beim Fußballspielen zu Gehirnerschütterung? Wo passieren Sie? Wer ist da so am häufigsten betroffen? Gibt es dazu Daten, Fakten?
00:06:43: Da gibt es mittlerweile Gott sei Dank relativ viele Daten und Fakten dazu, auch wenn uns noch viel fehlt. Ich glaube, man kann grundsätzlich sagen, dass die besten Daten natürlich aus dem Profifußball kommen, wo man aufgrund von Langzeitfolgen durch Gehirnerschütterungen natürlich hellhörig geworden ist und daraufhin aufbauend hat man die ganzen weiteren Daten natürlich jetzt generiert. Man kann sagen, wo sie passieren, natürlich ist es je nach Alter und je nach Geschlecht unterschiedlich. Also wir wissen, dass in den jüngeren Jahren, also im Nachwuchsbereich, spielt noch häufiger Kopf gegen Boden eine Rolle, dann werden natürlich auch Kopf gegen Ball und dann Kopf gegen Kopf immer bedeutender. Und wir wissen auch, dass bei Kindern eben gerade die Beschleunigungskräfte auch bei Kopfbällen relativ groß sind, bis zu zehnmal höher, wie jetzt bei Erwachsenen weswegen dann auch gerade so im früheren Nachwuchs Kopf gegen Ball eine ganz besondere Rolle spielt. Frauen, wissen wir auch, sind häufiger betroffen von Gehirnerschütterungen. Da zeigen FIFA-Daten zum Beispiel, dass bei sämtlichen Kopf-Nacken-Verletzungen die Gehirnerschütterungen circa 22 Prozent dieser Verletzungen ausmachen, während bei Gehirnerschütterungen bei Männern sind es nur 8 Prozent der Kopf- und Nackenverletzungen, die auch Gehirnerschütterungen sind, also nur unter Anführungszeichen, das sind immer noch sehr viele. Dann hat man natürlich den Vergleich jetzt, wie es bei internationalen Sportlerinnen und Sportlern im Fußball oder eher im Amateurbereich? Da sind die Daten nicht so klar. Es zeigt sich eher, dass im internationalen Bereich ein bisschen mehr passiert als im nationalen Bereich. Das kann aber auch maßgeblich einfach damit zusammenhängen, dass wir zu wenig Daten gerade im Amateurbereich haben. Da wissen wir ganz viel nicht. Die besten Daten, gerade im Nachwuchsbereich, zu absoluten Zahlen liegen uns aus dem College-Fußball in den USA vor. Da wissen wir, dass bei den 14- bis 17-Jährigen sind ca. 9 Prozent aller Verletzungen sind Gehirnerschütterungen Das heißt, jede zehnte Verletzung im Fußball, im College-Bereich circa, ist eine Gehirnerschütterung, was viel ist. Und natürlich wissen wir aber auch, wo passiert weniger? Weniger passiert da, wo man präventiv trainiert, wo ein besonderer Fokus auf das Nackenmuskel-Training gesetzt wird, wo qualitativ gut mit dem Thema Kopfball-Training, Kopfball-Technik, aber auch verantwortungsvoll mit dem Thema Kopfbällen im Nachwuchs vorgegangen wird und wir wissen auch, dass da, wo mehr Wissen ist, im ganzen Umfeld, sowohl von Athlet*innen, Trainer*innen, Betreuer*innen, da passiert einfach insgesamt weniger. Und dann auch vielleicht so ganz besonders, wo man in den letzten Jahren ein bisschen einen Fokus draufgelegt hat in der Forschung, man probiert auch zwischen den verschiedenen Spielpositionen zu differenzieren. Also sind die Leute Angreifer, Verteidiger, Torwarte? Und die neuesten Daten sagen, dass am ehesten Verteidiger doch häufiger betroffen sind als andere, und dann die Torwartposition ist natürlich nochmal besonders exponiert.
00:09:42: Ja, also doch eine recht beträchtliche Zahl beim Spitzensport. Wir müssen ja wahrscheinlich auch davon ausgehen, dass eben bei den Freizeitsportler*innen doch auch immer wieder dieses Problem zu Tragen kommt. Jetzt habe ich irgendwo gelesen, dass die Gehirnerschütterungen oft auch übersehen oder generell so ein bisschen unterschätzt werden. Was sagen Sie, dazu ist das Thema Gehirnerschütterung im Fußballsport generell ein, sage ich jetzt einmal, zu wenig bekanntes Problem, das zu wenig im Fokus steht?
00:10:10: Ja, jeden Fall, also Gehirnerschütterung ist aber höchstwahrscheinlich, also ganz sicher, nicht nur im Fußball eine Thematik, aber gerade im Fußball sind Gehirnerschütterungen auf jeden Fall unterschätzt. Da ist die Datenlage ganz unterschiedlich. Wir reden von 30 bis 80 Prozent der Gehirnerschütterungen, die im Sport nicht erkannt werden. Die 30 Prozent sind höchstwahrscheinlich eher in Ländern und Sportarten, wo man schon genauer hinschaut, und wir werden uns eher Richtung diese 80 Prozent hinbewegen und das hängt an sich mit zwei Dingen zusammen. Einerseits sind es, werden sie einfach nicht erkannt, die Gehirnerschütterungen, aufgrund von Wissensdefiziten bei Athlet*innen, weil sie nicht merken, dass sie eine Gehirnerschütterung haben, aber wir wissen auch, dass gerade im Betreuerteam es oft nicht erkannt, weil es halt schwierig ist. Es nicht so wie bei einer Knöchelverletzung, wo dann jemand aufschreit und etwas akut wehtut und auch die Person das gleich artikulieren, sagen kann, was ihm fehlt. Das ist eben bei Gehirnerschütterungen oft etwas komplizierter und eine ganz spannende, aktuelle Studie zeigt das selbst: Ärzte und Ärztinnen, die im Sportumfeld unterwegs sind, auch bei denen bis zu 75 Prozent, je nach Studie und je nach Ort, nicht aktuelle Guidelines verwenden, um Gehirnerschütterungen sauber zu diagnostizieren, also da ist noch sehr viel Potenzial nach oben. Und das zweite große Problem ist, dass selbst Athletinnen, die merken, dass sie etwas haben, oft nicht sagen, dass sie eine Gehirnerschütterung haben oder denken, dass es eine Gehirnerschütterung sein könnte, also das ist „underreporting“, wie man im Englischen sagt. Und das ist, im Fußball liegen da wenig genaue Daten vor, keine, die mir gut bekannt sind, aber wir wissen es aus dem College-Bereich, Eishockey, Football, da reden wir von fast 80 Prozent. Die bemerken, dass was nicht bei ihnen stimmt, dass sie irgendwas haben und trotzdem nichts sagen. Und das hängt einfach damit zusammen, dass man es entweder nicht ernst nimmt, das Problem, das Match beenden will, die Mannschaft nicht im Stich lassen will und so weiter. Also da gibt es eine ganz große Zahl an Gehirnerschütterungen, die entweder nicht erkannt werden oder nicht gemeldet werden.
00:12:08: Weil sie auch davon sprechen, dass da teilweise halt irgendwie die es auch gar nicht so bemerken, was jetzt tatsächlich das Problem ist. Vielleicht noch einmal zu Ihnen, Herr Dr. Sohm, aus Sicht eines Sportmediziners, was sind denn so die klassischen Symptome einer Gehirnerschütterung? Wie merkt man sowas?
00:12:25: Man denke, ganz vorangestellt ist auf jeden Fall der Unfallmechanismus, also, dass der Unfallmechanismus, der stattfindet, eine Beschleunigung auf den Kopf oder auf den Körper, wo es zu einer Schwerverletzung im Kopf kommen kann, wirklich wesentlich ist. Da müssen Betreuer und Trainer geschult werden, oder Eltern, dass die das, den Unfallmechanismus erkennen und dann treten typischerweise Symptome auf wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit oder Verwirrtheit der Person. Häufig kommen auch Konzentrationsstörungen, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Gleichgewichtsprobleme dazu. Es ist leider so, dass die Warnzeichen oft übersehen werden oder verharmlost werden und die Spieler*innen dann weitermachen. Und dadurch steigt natürlich das Risiko für einen zweiten Schlag, für einen zweiten Treffer auf den Kopf, der Englisch „Second Hit“ genannt wird. Und da kann es dann wirklich zu deutlich schwereren akuten Hirnschädigungen führen. Und man weiß ja aus, aus der NFL oder aus der NHL, dass wiederholte Kopfstöße und ignorierte Gehirnerschütterungen langfristig wirklich das Risiko für bleibende Schäden deutlich erhöhen können.
00:13:24: Das ist so quasi die Gefahr, dann wenn ich eine Gehirnerschütterung übersehe, ignoriere, einfach so, wie ich es vorher gehört habe, weiterspiele, oder sie eben unbehandelt sind. Sind die, merkt man das sofort, diese Gehirnerschütterung, oder kann das auch Tage verzögert dann irgendwie auftreten, diese Beschwerden, die Sie jetzt gesagt haben?
00:13:40: Das eine sehr gute Frage. Man spricht davon, dass das schon 0 in 48 Stunden die Symptome schlimmer werden können, oder erst verzögert auftreten können, und umso wichtiger ist es, den Unfallmechanismus zu kennen, die Leute aus dem Spiel zu nehmen. Auf dem Englischen sagt man Hit-Stop-Sit, wenn ich mir nicht sicher bin, muss ich die Person rausnehmen, um dann natürlich auch überwachen zu können. Oder auch die Eltern zu schulen, dass wenn das Kind dann später nicht gut schläft, über einen Tag später, eineinhalb Tage später über Symptome klagt, dann natürlich auch ein direkter Zusammenhang mit der Gehirnerschütterung gezogen wird und das fehlt in der Praxis leider zu oft.
00:14:17: Ja und damit dieses Hit-Stop-Sit, wie Sie es gerade erwähnt haben, auch wirklich gut funktioniert, dass es da Hilfsmittel dazu gibt, gibt es ja jetzt eine neue App zur Dokumentation von Verletzungen und speziell eben von Kopfverletzungen beim Fußballspielen. Herr Philippe, können Sie uns dieses Pilotprojekt, das ist ja eine Kooperation zwischen dem KFV, dem Olympia Zentrum Vorarlberg, aber natürlich auch mit tatkräftiger Unterstützung vom Vorarlberger Fußballverband, kurz vorstellen? Was kann denn die App?
00:14:45: Genau, also grundsätzlich geht es darum, wie Marc Sohm schon gesagt hat, wir haben schon ganz viele Tools aus dem Sport, die wir kennen, um Gehirnerschütterungen besser zu erkennen. Aber oft ist mal die Umsetzung nicht so einfach und mit dieser App ist das große Ziel, dass eines dieser Kerndiagnosetools, die es gerade für den Amateursport oder für medizinische Laien gibt, um im Ernstfall sofort zu reagieren, um dieses Tool in eine App umzusetzen, wo es einfacher nutzbar ist und dann den Transfer auch dann Richtung Ärzteschaft zu schaffen. Das heißt, dieses „Concussion Recognition Tool“ heißt es im Englischen, das ist ein Standard Tool, was auch von den großen Sportverbänden weltweit mitgestützt und entwickelt wurde, wir sind jetzt bei der sechsten Auflage, und dieses Tool wird in eine digitale Form an sich transferiert, wo es für Trainer*innen, Betreuer*innen eine deutliche Erleichterung ist, um dieses Tool wirklich zu nutzen. Und um auch dann im Nachgang wiederum den, der betroffenen Person, wenn dann eine Gehirnerschütterung erkannt worden ist, wieder Richtung Ärzteschaft, Richtung Spital oder Richtung niedergelassenen Arzt zu bringen, dass die Person auch richtig behandelt wird. Und natürlich wie bei jeglicher App, ist auch in dem Fall so, man braucht ein Vorwissen zur Nutzung. Das ist unabdingbar, weil natürlich die Schritte, die davor stattfinden, dass man überhaupt die Verletzung erkennt, dass man sieht, dass da was sein könnte und dass man dann die Person auch vom Spiel runter nimmt, oder aus dem Spiel raus nimmt, das kann die App natürlich nicht übernehmen, aber die App kann ab dann die Personen, die verantwortungsvoll gehandelt haben, in ihrem Handeln unterstützen und dann im Nachgang dann auch wieder die Verantwortung dann wieder an die richtigen Personen, nämlich an die Ärzteschaft, wenn dann was ist, weiterzugeben bzw. wenn nicht direkt was erkannt wurde auch die Eltern und das Umfeld mit zu sensibilisieren, dass was passiert sein könnte und dass man besser hinschaut. Und dann ist natürlich noch das Thema, wie kann man denn, wenn was erkannt wurde, Spieler wieder zurückbringen und da kommen dann die Themen des Return-to-Sports wieder zum Tragen, das auch in die App integriert werden soll. Es ist noch im Pilotstand, die Verantwortlichen vom KFV, die kennen sich da besser aus und wissen viel besser, wann das jetzt genau kommt. Wir von Olympia-Zentrumseite unterstützen das von fachlicher Seite, aber natürlich sind wir nicht diejenigen, die jetzt für die technische Umsetzung verantwortlich sind.
00:17:12: Ja, klingt nachher eine wirklich super Sache, diese neue App. Damit wird einfach ein Übersehen oder auch ein bewusstes Übergehen von Verletzungssymptomen dann gar nicht mehr so leicht möglich sein, wie das heute vielleicht eben teilweise der Fall ist. Unterschätzt wird ja oft auch die Gefahr, die so von übertriebenem intensivem Training ohne ausreichend lange Erholungsphasen ausgeht. Wie sehen Sie das, Herr Dr. Sohm?
00:17:38: Ich denke, wichtig wäre, dass auch dann später mit der App hoffentlich geschulte Trainer und Betreuer, dass die Personen aus dem Spielgeschehen nehmen und, dass dann das medizinische Personal oder ein interdisziplinäres Team die richtigen Diagnostiken vornehmen und wichtig ist, denke ich auch auf die Concussion bezogen, die Gehirnerschütterung, dass die Rückkehr zur Routine, Training und Wettkampf unbedingt schrittweise, symptomadaptiert und gemäß der aktuellen Leitlinien erfolgt. Und wenn man das so umsetzt und sieht, was in der Praxis passiert, gibt es eigentlich frühestens 14 bis 28 Tage nach Ereignis ein „Return-to“ und in meisten Fällen braucht es sogar noch länger, mehrere Wochen. Man sagt, dass 10 Prozent einen verzögerten, prolongierten Verlauf haben und die müssen unbedingt von einem interdisziplinären Team betreut werden, um auch dann einem vorzeitigen intensiven Training entgegenzuwirken und die Leute mit ihren Symptomen richtig abgeholt werden.
00:18:32: Also wenn man jetzt so an einer längeren verletzungsbedingten Pause, unabhängig ob das jetzt eine Kopfverletzung war oder eine andere Verletzung, wieder in den Fußballsport einsteigt, worauf muss man da ganz besonders achten? Wenn Sie das vielleicht auch so in Richtung Hobbysportler mal ausführen würden?
00:18:47: Das Wichtigste ist scheinbar nach einer längeren Verletzungspause, dass Rezidiv oder neue Verletzungen nicht auftreten und, dass diese minimiert werden. Und dazu, bevor das funktionieren kann, muss eine medizinische Freigabe erfolgen. Das heißt, die vollständige klinische Abheilung, es darf kein Ruheschmerz da sein, es dürfen keine relevanten Schwellungen oder Instabilitätszeichen in der Region, die betroffen ist, vorhanden sein und es müssen funktionsbasierte Kriterien statt reiner Zeitvorgaben funktionieren. Das kennen wir auch aus anderen Sportarten, dass beim Kreuzband wird über Monate gefascht, aber die Funktionen sind nicht wiederhergestellt und dieses Problem könnte bei der Gehirnerschütterung nach hinten losgehen, weil da ist das besondere Augenmerk, wenn visuelle, kognitive oder Gleichgewichtsfunktionen noch nicht vollständig wiederhergestellt sind, dann kann das Verletzungsrisiko natürlich deutlich höher sein. Da können wieder Gehirnerschütterungen auftreten oder es kann dann Folgeverletzungen geben, wenn vielleicht bei einem Kontakt das Timing nicht stimmt, oder auch der Körper, ich sag jetzt einmal, ungewohnt reagiert, vielleicht verspätet reagiert, und dann erneute Verletzungen auftreten. Ich denke, das ist ganz wichtig. International spricht man von einem Stufenmodell. Zuerst Return-to-Activity, Return-to-sport, dann return-to-play und erst später return-to-competition, also es braucht eine sinnvolle Belastungssteuerung, es braucht einen richtigen Aufbau und natürlich auch langfristig präventive Übungen, damit vielleicht die betroffenen Regionen nicht wieder das schwächste Glied in der Kette ist.
00:20:14: Ja, ein Punkt ist ja auch, dass verletzte und wieder verheilte Körperbereiche generell auch unbewusst geschont werden. Stattdessen wird einfach ein anderer Körperteil stärker belastet und es kommt dann oft zu einer erneuten Verletzung, oft sogar zu Verletzungsserien und mit Teil auch psychologischen Ursachen. Wie kann man denn diesem Teufelskreis entgegenwirken? Herr Philippe, gibt es da so etwas wie ein Geheimrezept?
00:20:40: Nein, Geheimrezept gibt es ganz sicher nicht, aber es gibt verschiedene Dinge natürlich, auf die man achten sollte. Ich glaube, wie der Marc Sohm es schon gesagt hat, wichtig ist, dass man eben nicht nur schmerzfrei ist, sondern dass man auch tatsächlich wieder belastbar ist. Ich glaube, das wird oft übersehen. Gerade auch bei Gehirnerschütterung dann, wenn die Symptome weg sind, zack wieder komplett starten, ohne einen sinnvollen Aufbau zu machen, also man muss an sich schauen, dass man von der Bewegungsqualität wieder auf dem Niveau ist, wie davor und nicht nur, dass nicht mehr alles wehtut oder, dass man zumindest nicht mehr spürt, dass was wehtut. Und dann ist es wichtig, dass man natürlich schrittweise wieder zur Belastung hinkommt, aber nicht die Belastung komplett vermeidet. Das wäre dann das nächste und dann, wenn man merkt, dass irgendwo in einem Bereich noch Probleme sind, dass man einen Fokus besonders auf die Bereiche setzt, wo vielleicht diese Probleme noch gegeben sind. Und natürlich spielt bei dieser Thematik natürlich oft das Thema mentale Gesundheit bzw. psychische Belastung auch eine große Rolle, weil wir wissen auch aus der Wissenschaft, dass natürlich eine Verletzung eine psychische Belastung ist. Gleichermaßen wissen wir, dass wenn man psychisch belastet ist, man weniger gut heilt wiederum auch in die andere Richtung. Das geht in beide Richtungen und dementsprechend kann es absolut Sinn machen, sich natürlich, in einem Verletzungsfall über irgendeine Quelle, wie auch immer, sich Hilfe aus dem sportpsychologischen Bereich zu holen oder aus dem Mentaltrainingsbereich. Das sind auf jeden Fall wichtige Dinge, die beitragen und zur Genesung zuträglich sind.
00:22:13: Ja, ganz, ganz spannend. Vielen Dank nach Vorarlberg einstweilen. Jetzt würde ich gerne meinen KFV-Kollegen vom Institut für Sport- und Freizeitsicherheit interviewen. Er ist Sportwissenschaftler, er ist auch Jungpapa, herzliche Gratulation dazu, David, und auch vielseitig sportlich aktiv, nämlich den David Kirchmeier.
00:22:34: Danke Christian.
00:22:36: David, man sagt ja immer, das Leder ist rund, dennoch kann so manches Fußballmatch relativ unrund werden. Du hast mit deinem Forschungsteam eine umfassende Studie zum Thema Sicherheit im Fußballsport erstellt. Was sind denn so die gefährlichsten Situationen beim Kicken?
00:22:53: Ja, also die Studie, die Dunkelfeld-Studie, die wir durchgeführt haben, die zeichnet eben ein ähnliches Bild, wie die Kollegen aus Vorarlberg das schon dargebracht haben. Und zwar, also aus unseren Experten-Interviews mit Trainern, Sportmedizinern und medizinischen Betreuern ist hervorgegangen, dass Zweikämpfe und chronische Überbelastungen die größten Verletzungsrisiken mit sich bringen. Und in unserer Online-Befragung von aktiven Spielern haben 85 Prozent der Fußballspielenden jetzt angegeben, dass Kopfballsituationen das größte Unfallrisiko darstellen und an zweiter Stelle dann eben der klassische Zweikampf, also die Zweikampfsituation, wobei die Kopfballsituation auch eine Art von Zweikampfsituation ist. Also es geht ganz klar hervor, dass die Zweikampfsituation das größte Unfallrisiko mit sich bringt.
00:23:45: Ja, und weil wir im Kuratorium immer Verletzungsvorbeugung so in den Vordergrund stellen, welche Grundregeln zur Verletzungsvorbeugung sollte man da also befolgen? Hast du da Tipps uns parat, lieber David?
00:23:58: Ja, also das ist jetzt auch kein Geheimnis. Ganz wichtig ist auf jeden Fall einmal umfangreiches Aufwärmen. Also einerseits die Aktivierung des Kreislaufs durch aufbauendes Einlaufen und andererseits das spezifische Aufwärmen und zur Aktivierung kniestabilisierender Muskulatur. Wir haben heute eingangs schon gehört, dass eben Knieverletzungen, vor allem das Kreuzband, sehr oft in Mitleidenschaft gezogen wird und da gilt es ganz einfach die kniestabilisierende Muskulatur, aber auch andere Muskelgruppen eben vorab zu aktivieren. Dann altersgerechtes Krafttraining, das betrifft jetzt vor allem den Nachwuchsbereich, das ist auch ganz wichtig. Ich möchte jetzt aber auch noch einmal kurz den Amateurbereich erwähnen. Wir kennen das nämlich alle, die Problematik. Wir verbeißen uns ganz gerne irgendwann einmal in so einer falschen Motivation und vergleichen uns mit den Profis und wollen dann trainieren wie ein Cristiano Ronaldo. Der hat aber ein ganz ein anderes Belastungsprofil, also ein Anforderungsprofil, sagen wir so. Und da ist es halt auch ganz wichtig, dass man sich selbst nicht überschätzt, sondern Schuster bleibt bei deinen Leisten, wenn du acht Stunden am Tag im Büro hängst und am Wochenende dann einmal ein Matcherl spielst, dann pass auch dein Krafttraining darauf an, dass da einfach nicht zu Überbelastungen kommt. Dann Kopfballtraining, auch aus unseren Interviews, da ist ebenfalls hervorgegangen, also die Experten waren sich da eigentlich ziemlich einig, das Kopfballtraining, das ist ganz wichtig. Das gehört unbedingt durchgeführt vor allem eben, dass man die richtige Technik erlernt. Wo man definitiv Anpassungen vornehmen könnte, wäre eben der Ball. Es gibt ja so Schaumstoffbälle, da kann man auch Kindern beibringen, wie man richtig köpfelt und das Training eben, da Hals-Nacken-Muskulatur steht halt da, vor allem in jungen Jahren, auch im Vordergrund.
00:25:45: Mir fehlt die Fairness noch. Es geht doch immer auch um Fairness.
00:25:49: Ja, natürlich. Das ist ja sowieso eine der wichtigsten Regeln überhaupt. Fair Play, weil Fair Play verhindert einfach Verletzungen.
00:25:55: Ja, Sicherheit beginnt also auch beim Fußballsport eigentlich im Kopf. Wir haben es jetzt oft schon gesehen, diese Kopfverletzungen, aber ich meine da einen anderen Bereich, dass man darüber nachdenkt, was man auch wirklich tut, ein Bewusstsein schafft für regelkonformes Fair Play und erfolgreiche Verletzungsprävention. David, weil du gesagt hast, mit leichteren Bällen, also Schaumstoffbällen trainieren. Es gibt ja auch eine international erfolgreiche sanftere Alternative zum Fußball namens Futsal. Ich glaube Ronaldo oder Messi oder wahrscheinlich sogar beide, wenn ich mich richtig erinnere, haben das ein bisschen beworben und haben es vermutlich auch selber gespielt. Was ist denn genau dieses Futsal? Wäre das auch was für mich jetzt konkret, dieses Spiel mit dem springfaulen Ball?
00:26:39: Ja, gut, dass du das ansprichst, ja, der springfaule Ball. Also Futsal, das kommt ja aus dem lateinamerikanischen Bereich und übersetzt dieses Futebol de Salau, heißt ja so viel wie Solenfußball und wird eben in der Halle gespielt. Du hast es richtigerweise schon angesprochen. Messi, Iniesta, Ronaldo, Ronaldinho, Neymar, die haben alles so begonnen und die konnten alle so ihre Technik am Ball, und das ist ja eine wichtige Voraussetzung, konnten sie so verbessern. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es eine sanftere Alternative ist. Das sanfte bezieht sich wahrscheinlich dann eher darauf, dass jeglicher Körperkontakt bei genau dieser Variante eben als Foul gilt und geahndet wird, aber es geht dort schon ziemlich zur Sache. Du spielst nämlich auf einem wesentlich engeren Raum. Du hast sehr viele Stop-and-Go Bewegungen. Du bist ständig irgendwelchen Handlungsentscheidungen ausgesetzt, du musst sehr schnell entscheiden. Und ja, auf 20 x 40 Metern spielt sich das halt ganz einfach ganz anders.
00:27:41: Wie schätzt du das ein? Heißt das beim Futsal spielen könnte ich so als KFV-Cristiano für Furore sorgen?
00:27:48: Ja, mit ein bisschen am Aufbautraining kriegen wir das schon hin, aber ich will jetzt da keine gelbe Karte riskieren.
00:27:53: Ja, ja, mein lieber Fairplay ist gefragt, auch bei uns im Studio. Ich wechsle lieber schnell das Thema, bevor du auf meine anderen körperlichen Schwächen noch zu reden kommst. Ja, die richtige Ausrüstung ist ja auch so ein Thema, wo man sehr viele Unfälle verhindern kann. Wie schaut denn das beim Fußballsport tatsächlich aus? Was brauchen wir da?
00:28:10: Ja, also die richtige Ausrüstung, die ist immer eine wichtige Grundvoraussetzung, egal in welchem Sport. Das heißt für den Fußball jetzt konkret: Hochwertige und stabilisierende Fußballschuhe, die an die jeweiligen Bodenbedingungen vor allem angepasst sind. Wir haben da ja verschiedenste Untergründe, Rasen, Kunstrasen, Hallenboden und das Schuhwerk soll einfach angepasst sein und mit dem geeigneten Schuhwerk kannst du eigentlich schon sehr viele Verletzungen auch verhindern. Und dann haben wir halt auch noch, Fußball ist jetzt nicht unbedingt die Sportart, die bekannt ist für die Schutzausrüstung, also für umfangreiche Protektoren, aber es gibt dennoch eben Schienbeinschoner, die sind wichtig und den einen oder anderen Spieler sieht man auch mit Knöchelschonern und das ist vor allem wichtig, wenn im Freien mit Stopperschuhen gespielt wird.
00:28:58: David, weil das Thema so wichtig ist, kommen wir noch einmal auf das Problem der viel zu oft unterschätzten Gehirnerschütterungen beim Fußball zu sprechen. Eure aktuelle Studie hat ja die Thematik Gehirnerschütterungen im Fußballsport ein bisschen näher untersucht. Was waren denn so das Erstaunlichste an Ergebnissen eurer Umfrage?
00:29:17: Das wirklich erstaunliche Ergebnis unserer Dunkelfeldstudie war, dass Gehirnerschütterungen im Fußball 30-mal häufiger vorkommen als statistisch überhaupt erfasst. Das heißt, die Dunkelziffer ist einfach enorm. Und das wirklich schlimme an der Studie war eben, dass drei von zehn Befragte im Zuge ihrer Kopfverletzung mindestens zwei Symptome aufgewiesen haben. Die konnten das Spiel am selben Tag nicht fortsetzen und haben auch mindestens zwei Tage lang unter den Beschwerden gelitten und trotzdem aber haben sie angegeben, dass sie nicht glauben, dass es eine Gehirnerschütterung war. Und da haben wir dann eben die schon angesprochene Diskrepanz, das heißt, sie haben zwar gemerkt, dass etwas nicht stimmt, haben es aber nicht gemeldet.
00:30:08: Großes Potential also noch für den verbesserten Schutz von Fußballspielenden. Diese bislang ungenutzten Sicherheitsreserven, die sollten künftig genutzt und in der geforderten Maßnahme, die wir jetzt ja gehört haben, so bald wie möglich umgesetzt werden. Je mehr da eigentlich mitmachen, desto besser und desto sicherer und gesünder kommen wir aus dem Fußball wieder nach Hause. Dafür machen wir uns alle gemeinsam stark und hoffen auch auf dem grünen Rasen auf einen Schneeballeffekt. Mehr Bewusstsein für mehr Sicherheit. Auch beim sehr beliebten Fußballspielen. Das wäre wirklich wünschenswert. Ich denke unser heutiges Podcastgespräch kann durchaus ein Scherflein dazu beitragen. diesem Sinne, herzlichen Dank meiner heutigen Expertenrunde für die wichtigen Informationen und die Impulse für mehr Sicherheitsbewusstsein im Fußballsport.
00:30:55: Hit-Stop-Sit, Danke schön.
00:30:59: Vielen Dank.
00:31:00: Danke Ihnen. Liebe Hörerinnen und Hörer, herzlichen Dank auch Ihnen fürs Dabeisein. In unserem nächsten Podcastgespräch geht es dann um das Thema Wanderwege im Wandel, worauf wir beim Wandern und Mountainbiken künftig noch immer und besser achten müssen. Mit vielen wissenswerten News und Infos auch zum Thema Wegerecht. Bleiben Sie am Ball, bleiben Sie gesund und in Schwung. Bis bald bei unserer nächsten Folge von Sicher ist sicher.
00:31:30: Sie hörten Christian Kräutler vom Kuratorium für Verkehrssicherheit im Gespräch mit Marc Sohm und Marc Philippe vom Olympiazentrum Vorarlberg und David Kirchmeier vom KFV Institut für Sport- und Freizeitsicherheit. Mehr Infos zum Thema dieser KFV Podcastepisode und zu vielen weiteren wichtigen Sicherheitsthemen finden Sie auf unserer Website kfv.at. Alle KFV-Podcast-Folgen sind unter kfv.at/podcast. Abonnieren Sie Sicher ist sicher auf Spotify, Apple und YouTube sowie auf allen gängigen Podcatcherplattformen und empfehlen Sie unseren Podcast weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei Sicher ist sicher, dem Vordenker*innen Podcast des KFV.
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