Rund ums Rad – was Sie schon immer übers Fahrrad- und E-Bike-Fahren wissen wollten.
Shownotes
Radfahren schont die Umwelt, macht Spaß und ist gesund – leider aber auch nicht ganz ungefährlich. Wer gern in die Pedale tritt, sollte über Gefahren beim Radfahren Bescheid wissen, um sicher im Sattel zu sitzen. Warum ist E-Bike-Fahren eine so besondere Challenge? Was sind klassische Konfliktsituationen zwischen Ein- und Mehrspurigen? Was müssen Radler*innen in puncto Dooring- und Toter-Winkel-Risiko wissen? Ist ABS für E-Bikes eine runde Sache? KFV-Radexpertin Ernestine Mayer liefert Sabine und Christian sattelfeste Antworten auf ihre Fragen rund ums Rad. Ja, und Christian hat sogar eine Gesangseinlage parat! Hören Sie rein!
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Sabine Kaulich: Puh, na Servas!
Christian Kräutler: Was ist los Sabine? Du wirst doch nicht etwas schwächeln.
Sabine Kaulich: Aber nein. Du, das ist heute meine Premiere beim E-Bike fahren. Ja und ich muss zugeben, ich muss noch ein bisschen üben. In den letzten Kurven da, da hab ich die Geschwindigkeit unterschätzt. Das war knapp.
Christian Kräutler: Du, ich glaub dir fehlt ganz einfach ein bisschen die Erfahrung, oder?
Sabine Kaulich: Ja, also bis jetzt bin ich ja immer nur ein klassisches Fahrradl gefahren.
Christian Kräutler: Also so aus eigener Muskelkraft meinst du, oder? Voll in die Pedale getreten!
Sabine Kaulich: Genau.
Christian Kräutler: Du Sabine, du arbeitest ja aber beim KFV und, weißt eh, da muss man das Rad einfach ab und zu mal neu erfinden, weil: Alles neu macht der Mai!
Sabine Kaulich: Ja, da hast recht, Christian. Du bei uns ist heute eine echte E-Bike-Expertin im Studio zu Gast.
Christian Kräutler: Ja, das stimmt Sabine und das freut mich wahnsinnig. Also auf ins Podcaststudio. Liebe Hörer*innen, bleiben Sie dran.
Sabine Kaulich: Heute geht es bei uns ums Fahrradfahren, ums klassische Radfahren, aber natürlich auch ums E-Bikefahren. Mein Name ist Sabine Kaulich. Willkommen, liebe Fahrradfans. Sicher ist sicher. Der Vordenker*innenpodcast des KFV.
Catharina Ballan: Episode 15. Rund ums Rad. Was Sie schon immer übers Fahrrad und E-Bikefahren wissen wollten.
Christian Kräutler: Jo, wir san mim Radl do. Heute wollen wir alles Wesentliche rund ums Thema Fahrrad und E-Bike wissen. Zu Gast im Podcast Studio ist unsere KFV-Kollegin Ernestine Mayer. Sie weiß alles! Und sie weiß alles zum Radeln. Und sie steht uns heute mit Rat und Tat zum Thema Rad zur Seite. Mein Name ist Christian Kräutler. Ich kann nicht singen, aber ich werde heute sie durchs Programm führen, gemeinsam mit der Sabine Kaulich. Herzlich willkommen.
Sabine Kaulich: Hallo Erni, herzlich willkommen.
Ernestine Mayer: Hallo Sabine. Hallo Christian. Danke für die Einladung ins Podcaststudio.
Christian Kräutler: Ja, liebe Erni, wir sagen Danke fürs Kommen. Du, Erni, Radfahren ist ja sehr beliebt, beliebter denn je eigentlich. Und in Zeiten des Klimawandels eigentlich die perfekte Fortbewegungsart. Die Nutzungszahlen steigen ja laufend und auch die Vielfalt der Fahrräder im Straßenbild, die wird immer größer. Sehe ich das richtig?
Ernestine Mayer: Ja Christian, das siehst du völlig richtig. Radfahren schont nicht nur die Umwelt, sondern verbessert eben auch unsere Fitness. Radfahren liegt also wirklich voll im Trend. Der Stellenwert des Radfahrens wächst also schon seit Jahren und auch die Vielfalt der Fahrräder, wie wir ja wissen, nimmt immer zu. Lastenräder und auch Falträder sind im Kommen, Rennräder werden unter Hobbyradlern ja auch immer populärer und Mountainbikes sowieso. Für jeden Einsatz, für jede Nutzergruppe gibt es also eigentlich schon das geeignete Radmodell. Und die E-Bikes, die sind ja sowieso quasi die Superstars am Fahrradmarkt.
Sabine Kaulich: Erni das ist ein gutes Stichwort. Wie schaut es denn mit der E-Bike-Nutzung in Österreich aus? Haben die E-Bikes die klassischen Fahrräder im puncto Beliebtheit eigentlich schon überholt?
Ernestine Mayer: Naja, die aktuellen Fahrradverkaufszahlen zeigen, mittlerweile ist jedes zweite verkaufte Fahrrad ein E-Bike. Und das E-Bike ist aber nicht nur bei der reiferen Generation sehr gefragt. Eine KFV-Umfrage hat gezeigt, jeder, jede fünfte E-Bike-Nutzende fährt auch mit dem E-Bike zur Arbeit. Das heißt, da gibt es viele Pendlerinnen und viele Pendler, die zumindest teilweise vom Pkw schon auf das E-Bike umsteigen.
Christian Kräutler: Ja, so ein E-Bike ist schon eine super Sache und wenn irgendwann mal auf dem Weg ein Hügel liegt, dann ist es relativ leicht zum Überwinden dieses Hindernis, man kommt nicht verschwitzt in der Arbeit an und letztendlich macht es sehr, sehr viel Spaß. Aber es gibt ja halt leider einen Wermutstropfen Erni.
Ernestine Mayer: Ja, das hast richtig gesagt, Christian. Radfahren ist ja gesund, aber eben leider nicht ganz ungefährlich. Man ist ja praktisch ohne Knautschzone unterwegs, man wird allzu oft auch von den anderen Straßennutzenden übersehen, und was man bedenken muss, das Risiko beim E-Bikefahren ist ja noch größer als beim Muskelkraftrad, weil man fährt schneller, das Fahrzeuggewicht ist höher und es ist vor allem zu Beginn auch ein ungewohntes Fahrverhalten. Das bedeutet eben ein höheres Risiko mit dem E-Bike.
Sabine Kaulich: Und dieses erhöhte Risiko, das spiegelt sich ja leider auch in der Unfallstatistik wider. Also die Anzahl der Verkehrsunfälle in Österreich ist ja deutlich rückläufig, nicht jedoch bei der Beteiligung von Fahrrädern. Da geht ja leider die Unfallkurve nach oben, oder?
Ernestine Mayer: Ja, leider die Fahrradunfallzahlen steigen seit Jahren und was wir besonders sehen, auch die E-Bike-Unfallzahlen. Und man muss auch wissen, das Risiko eines tödlichen Unfalls ist beim E-Bikefahren fast dreimal so hoch wie beim klassischen Radfahren. Im Jahr 2023 hatten wir österreichweit 41 getötete Radfahrende auf unseren Straßen und 17 davon, also schon mehr als 40 Prozent, waren davon mit dem E-Bike unterwegs.
Sabine Kaulich: Ja und diese Zahlen zeigen ja, dass im Radverkehr noch mehr Sicherheitsreserven genutzt werden müssen. Erni, wie schaut es denn mit den Zahlen der verletzten Radlerinnen aus? Wie viele Menschen in Österreich landen pro Jahr nach einem Fahrradunfall im Spital? Hast du da vielleicht auch Zahlen parat?
Ernestine Mayer: Ja, Sabine, da habe ich auch Zahlen mitgenommen. Und zwar ist es so, dass österreichweit sich auf Verkehrsflächen jedes Jahr rund 35.000 Radfahrerinnen und Radfahrer so schwer verletzen, dass sie eben im Spital behandelt werden müssen. Und jeder, jede Vierte davon ist mit einem E-Bike unterwegs.
Christian Kräutler: Du, Erni, wenn man jetzt so an einen typischen Radunfall denkt, dann denken viele wahrscheinlich an einen Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad. Ist das aber wirklich so, dass das die Kollisionen sind, oder sind da vielleicht die Alleinunfälle auch relativ wichtig?
Ernestine Mayer: Also das interessante ist da, dass sich viele auch nicht bewusst sind, so wie du es jetzt schon gesagt hast, es sind mehrheitlich Alleinunfälle. Das heißt drei von vier spitalsbehandelten Radfahrenden verunglücken alleine, das ist wirklich ein sehr hoher Anteil.
Sabine Kaulich: Und was sind die besonderen Unfallrisiken für die Radfahrenden? Also mit welchen Gefahrensituationen werden diese ganz oft konfrontiert?
Ernestine Mayer: Jetzt beginnen wir mal mit den Alleinunfällen, weil das ja der Großteil ist. Also im Bereich der Alleinunfälle sind die häufigsten Unfallursachen, Unachtsamkeit und eben die klassische Ablenkung. Auch die nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit spielt eine wichtige Rolle, aber leider auch Alkohol und Drogen, auch die sind häufig im Spiel. Risiko-Kofaktoren beim Radfahren sind da besonders Bodenunebenheiten und eben problematische Fahrbahnbeschaffenheiten. Wenn man einspurig unterwegs ist, glaub ich, kann man sich ganz gut vorstellen, das Thema rutschige Fahrbahn, Schlaglöcher, vielleicht Wurzeln, die auf den Wegen sind oder auch Schienen im städtischen Bereich sind da echte Hindernisse. Bei Kollisionen mit den anderen Verkehrsteilnehmenden spielen unübersichtliche Straßenstellen und heikle Verkehrssituationen eine besonders große Rolle.
Christian Kräutler: Du Erni welche Konfliktsituationen generell gibt es denn so eigentlich zwischen den Ein- und den Mehrspurigen? Was kommt da besonders häufig vor?
Ernestine Mayer: Naja Christian, die Klassiker sind die rechtwinkeligen Kollisionen an Kreuzungen, die wahrscheinlich alle von uns sofort einmal im Kopf haben. Das heißt, für uns im Kreuzungsbereich müssen Radfahrende besonders achtsam unterwegs sein. Sie werden in komplexen Verkehrssituationen leider sehr oft übersehen. Das heißt auch bei Radfahrerüberfahrten ist es für unsere Radlerinnen und Radler ganz wichtig, dass sie Blickkontakt mit den Kfz-Lenkenden aufnehmen. Und klassisch sind auch Kollisionen in Ein- und Ausfahrtsbereichen, also bei den Grundstücksausfahrten, Hauseinfahrten.
Sabine Kaulich: Und was ich finde, ein Punkt den wir ansprechen sollten, das ist der mangelnde Sicherheitsabstand beim Überholen von Fahrrädern. Der ist ja auch sehr oft ein Auslöser für Unfälle und oft hat man als Radfahrer das Gefühl, da fehlt nicht mehr viel und man wird gestreift.
Ernestine Mayer: Genau Sabine, das stimmt ja. Wir gehen davon aus, dass knappes Überholen häufig auch indirekt zu Unfällen führt. Das heißt, wenn die Radfahrenden von einem Auto sehr knapp überholt werden und deshalb dann nach rechts in Richtung der parkenden Fahrzeuge oder in Richtung der Gehsteigkante abgedrängt werden, der Radfahrer erschrickt und begeht dann auch einen Fahrfehler. Thema mangelnder Überholabstand ist ein sehr wichtiges.
Christian Kräutler: Da kommt doch aber genau dieser neue gesetzliche geregelte Mindestabstand zum Tragen, oder?
Ernestine Mayer: Ja, richtig. Seit Oktober 2022 müssen ja Kfz-Lenkende einen Mindestabstand einhalten beim Überholen von Radfahrenden. Im Ortsgebiet sind das 1,5 Meter, im Freiland sind es 2 Meter. Aber, und das ist eben das Problematische daran, es gibt auch Ausnahmen, zum Beispiel bei vorhandenem Radfahrstreifen oder wenn das überholende Kfz nicht schneller als 30 km/h fährt, dann kann dieser Seitenüberholabstand verringert werden. Das heißt insgesamt, würde ich sagen, ist diese Neuregelung einfach viel zu komplex mit den ganzen Ausnahmen und wie unsere Umfragen zeigen, sie ist auch wenig, zu wenig, bekannt. Das heißt für die Sicherheit der Radfahrenden ist es aus unserer Sicht wichtig, dass wir dieses Gesetz, so wie es jetzt ist, noch nachbessern, dass wir noch nachschärfen. Wir fordern ganz konkret, dass dieser 1,5 Meter Mindestseitenabstand beim Überholen von Radfahrenden im Ortsgebiet immer gilt. Das heißt ohne Wenn und Aber, also keine Ausnahmen. Und wichtig auch, dass diese Regelung noch besser kommuniziert wird.
Sabine Kaulich: Wie du schon gesagt hast, also das ist wirklich wichtig, dass ohne Wenn und Aber sozusagen hier klare Regeln eingeführt werden. Liebe Erni, über zwei Klassiker bei den Fahrradunfällen möchten wir mit dir noch reden. Nämlich über den toten Winkel und über die Dooring-Unfälle.
Ernestine Mayer: Ja, Sabine, das sind ganz typische Kollisionsarten und über die sollten wir unbedingt heute in unserem Podcast reden, weil sie eben für unsere Radlerinnen und Radler eine echte Lebensgefahr bedeuten. Toter Winkel-Kollisionen spielen sich meist im toten Winkel von Schwerfahrzeugen, also meist den Lkws, ab, also in denen von den Lkw-Lenkenden nicht direkt einsehbaren Bereichen. Das ist einerseits auf der Seite, das sind sich ja viele schon bewusst, aber man darf auch nicht vergessen, auch vor dem Lkw oder direkt hinter dem Lkw ist man einfach nicht gut sichtbar. Das heißt, da gibt es ja Spezialspiegel, es gibt auch moderne Kamerasysteme, also technisch gibt es da schon sehr viel und auch die Lkw-Lenkenden sind sich dieser Problematik grundsätzlich auch bewusst, aber trotzdem ereignen sich immer wieder schwerwiegende Unfälle im Bereich des toten Winkels. Also Achtsamkeit, liebe Radlerinnen und Radler, der tote Winkel bedeutet wirklich tödliches Risiko!
Sabine Kaulich: Ja, absolut. Also der tote Winkel ist natürlich auch beim Pkw ein Thema. Ich bin oft erstaunt, wie wenige Pkw-Lenkende beim Abbiegen oder beim Spurwechsel diesen 3S-Blick, also den Spiegel, Spiegel Schulterblick durchführen.
Christian Kräutler: Ja, Sabine du hast echt recht. Das fällt mir auch immer wieder auf. Obwohl wir es doch eigentlich alle in der Fahrschule gelernt haben. Der 3S-Blick, der ist, glaube ich, einfach auf der Straße Mangelware geworden. Also irgendwie so aus der Mode gekommen, so kommt es mir zumindest auch vor.
Sabine Kaulich: Ja, unter meiner Tochter beim L17 habe ich jetzt besonders aufgepasst. Also der Fahrlehrer hat gesagt, also er hat noch keinen Fahrschüler gehabt, der das besser konnte als sie. Also da bin ich sehr stolz drauf.
Christian Kräutler: Zur Sicherheit der Radlfahrer, das ist gut.
Sabine Kaulich: Natürlich. Erni, jetzt fehlt uns noch das Thema Dooring. Da geht es ja um Autotüren, die sich plötzlich öffnen und dem Radfahrer zum Verhängnis werden.
Ernestine Mayer: Ja, Sabine, das stimmt. Die verhängnisvollen Dooring-Unfälle, das sind Zusammenstöße von Radfahrenden mit unachtsam geöffneten Fahrzeugtüren. Und zu diesen folgenschweren Dooring-Unfällen kommt es leider viel häufiger, als man sich so oft denkt. Unsere Empfehlung an die Radfahrenden lautet daher, halten Sie als Radfahrer einen Mindestabstand von 1,20 Meter zu längsparkenden Fahrzeugen, damit Sie eben nicht plötzlich in eine sich öffnende Autotür fahren.
Christian Kräutler: Ja, und neben dieser Empfehlung, glaube ich, geht es auch darum, dass wir einen Appell an die Pkw-Lenkenden und aber auch an die Fahrzeugpassagiere richten, nämlich beim Aussteigen die Augen offen zu halten und die Türen sachte zu öffnen. Es gibt einen tollen Trick dabei. Ich weiß nicht, ob ihr den schon kennt. Da geht es darum, dass man mit der rechten Hand die Fahrertüre öffnet. Was hat das für einen Vorteil? Ich muss mich automatisch umdrehen und habe viel bessere Möglichkeit, einen ankommenden Radlfahrer oder Radlfahrerin dann zu sehen und natürlich dann die Türe nicht aufzumachen. Der zweite Vorteil ist, dass ich, wenn ich es mit der rechten Hand mache, die Fahrertür aufmache, dass ich die Tür nicht gleich so weit aufreiße und damit natürlich ein Sicherheitspolster für die Radlfahrer gegeben ist. Ich selber habe einen Freund, der hat so einen Dooring- Unfall schon gehabt und man glaubt gar nicht, wie schnell das geht. Er hat mir das im Nachhinein erzählt, also er war da schwerst verletzt. Ein Glück, dass er einfach jetzt noch irgendwie komplett fit wieder ist und wieder Radl fahren kann. Er hat gesagt, dass hat es gar nicht gemerkt, wie schnell die Tür offen ist, ist da reingefahren und hat einfach schwerste Verletzungen gehabt hat monatelang darunter gelitten. Jetzt ist er wieder fit. Jetzt hält er seinen Abstand und er macht auch die Tür, wenn er mal Auto fährt, mit der rechten Hand auf. Die Einspurigen sind eben klar im Nachteil und zwar dann, wenn es wirklich kracht. Also es geht darum, mehr Vorsicht und mehr Rücksicht an den Tag zu legen, dann sind die Radlfahrer wesentlich sicherer unterwegs.
Ernestine Mayer: Ja, unbedingt Vorsicht und Rücksicht, und zwar bei allen Verkehrsteilnehmenden. Es geht wirklich darum, ein Miteinander statt ein gegeneinander. Diese Devise wäre wohl ein Allheilmittel zur Vermeidung von tausenden Unfällen auf unseren Straßen, nicht nur von Radunfällen.
Sabine Kaulich: Ja, das kann man so sagen, Erni. Gibt es denn bei den Radfahrenden besondere Risikogruppen, die wir sozusagen hervorheben sollten?
Ernestine Mayer: Ja, die gibt es, Sabine. Und zwar einerseits die Kinder. Kinder bedürfen ja immer und überall im Straßenverkehr besonderer Rücksichtnahme, also auch wenn sie im Fahrradsattel sitzen. Kindersicherheit ist ja heuer sowieso ein großes Thema bei uns im KFV.
Christian Kräutler: Ja, Kindersicherheit ist nicht nur für die Radfahrenden ein Thema, sondern ist eben auch heuer ein KFV-Schwerpunktthema. Schon im Juni gibt es da einen neuen, aktuellen dann, Podcast in unserem Studio. Sie werden also, wenn Sie fleißige Podcast-Hörer*innen sind, dezidiert über die Kinderunfälle ganz viel Neues erfahren.
Ernestine Mayer: Ja, sehr gut.
Christian Kräutler: Es sind aber ja nicht nur die Kleinen, die besonders gefährdet sind beim Radfahren, sondern gibt es eine zweite Risikogruppe. Erni, kannst du uns ein bisschen über die Risikogruppe etwas erzählen?
Ernestine Mayer: Ja, die zweite Risikogruppe beim E-Bikefahren ist dezidiert die Gruppe der Senioren. Die sticht leider besonders negativ hervor. Zwei Drittel der getöteten E-Bikefahrenden sind 65 Jahre oder älter und die Unfallzahlen zeigen außerdem, je älter die Nutzenden sind, desto schwerer sind eben leider auch deren Verletzungen. Hier müssen wir also in der Präventionsarbeit ein besonderes Augenmerk legen auf die ältere Generation.
Sabine Kaulich: Erni, wo liegen jetzt die Stolpersteine für die Neulinge am E-Bike, so wie ich jetzt einer bin? Was sind denn da die spezifischen fahrtechnischen Herausforderungen? Hast du da ein paar gute Tipps für mich?
Ernestine Mayer: Also Sabine, man muss sich grundsätzlich einmal bewusst sein, das E-Bike ist eben nicht so zu fahren wie das klassische Fahrrad. Wir haben eine Umfrage gemacht, was den Menschen denn beim Umstieg vom klassischen Fahrrad aufs E-Bike überhaupt zu schaffen macht. Ja, und da war ganz interessant, da ist eigentlich eine ganz lange Latte an Themen herausgekommen. Ich habe für heute ein paar mitgebracht. Also zunächst ist es auf der einen Seite überhaupt das höhere Fahrzeuggewicht des E-Bikes, bedingt eben durch den Akku beziehungsweise auch die höheren Geschwindigkeiten, die durch die Motorunterstützung mit dem E-Bike eben erreicht werden und dann auch gefahren werden. Auch das Bremsverhalten, muss man sich bewusst sein, ist beim E-Bike ein anderes. Der Anhalteweg ist aufgrund der höheren Geschwindigkeiten, die man mit dem E-Bike tendenziell fährt, meist auch länger, als man es grundsätzlich vom Muskelkraftfahrrad überhaupt gewohnt ist. Was uns E-Bikefahrende auch oft berichtet haben, ist das Thema der Balanceprobleme. Balanceprobleme bei der raschen oder der unerwarteten Beschleunigung, die teilweise eben einsetzt beim E-Bike und zwar vor allem beim Losfahren, teilweise aber auch während des Fahrens. Die Bedienung des Displays haben uns viele berichtet, erfordert auch zu Beginn ein bisschen Übung, dass man weiß, wo man drückt. Und nicht zu vergessen ist eben auch die Tatsache, dass ein E-Bike nicht so wendig ist wie das Muskelkraftfahrrad. Das heißt, das Kurvenfahren ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig und bedarf auch der Übung.
Christian Kräutler: Ganz schön viele Probleme, die da die E-Bikelenker und -Lenkerinnen selbst genannt haben. Aber Erni, was kann man denn jetzt wirklich tun, um mit dem E-Bike sicherer unterwegs zu sein?
Ernestine Mayer: Da gibt es natürlich Möglichkeiten und zwar ganz wichtig, Übung macht den Meister und die Meisterin. E-Bike-Fahrsicherheitskurse können Leben retten und ihr wisst sicher, es gibt ja zahlreiche Anbieter solcher Kurse, die eben nicht nur für Neulinge, sondern auch schon für erfahrene Radfahrerinnen und Radfahrer sehr wertvoll sind, weil eben das E-Bikefahren nur dann eine runde Sache ist, wenn man sich auch rund um wohl fühlt und wenn man das E-Bike kennt und auch die Gewohnheiten des E-Bikefahrens kennt. Ganz wichtig aus meiner Sicht ist, dass der E-Bike-Fahrsicherheitskurs nicht nur eine Theorie beinhaltet, sondern dass es ein Misch aus Theorie und Praxis ist. Das heißt, man sollte am besten zusätzlich auch mit dem eigenen E-Bike fahren, um eben diese Praxisübungen mit dem E-Bike, mit dem man schlussendlich im Straßenverkehr unterwegs ist, zu absolvieren.
Christian Kräutler: Da wäre doch so ein E-Bike-Kurs ein ganz tolles Geschenk, zum Beispiel eben ein Geburtstagsgeschenk. Man schenkt so ein Plus an Sicherheit, weil einem die aktive Mobilität oder eben die Gesundheit der Liebsten am Herzen liegt. Also ich glaube, viel schöner kann man eigentlich seine Liebe ja kaum ausdrücken.
Sabine Kaulich: Das ist eine Spitzenidee und man kann sich auch gleich selbst für diesen Kurs anmelden und ich denke gemeinsam macht das mehr Spaß.
Christian Kräutler: Ja, gemeinsam statt einsam, das ist sicher eben auch ein Motto. Also auf zu unserem gemeinsamen E-Bike Kurs.
Ernestine Mayer: Ja genau und das Gelernte, die können wir dann auch bei einer gemeinsamen Ausfahrt gleich in der Praxis probieren.
Sabine Kaulich: Ja das ist eine coole Sache und wenn man ein E-Bike verschenken möchte, da gibt es sicher auch etwas, wo man Acht geben muss drauf.
Ernestine Mayer: Ja das Allerwichtigste aus meiner Sicht ist, das E-Bike muss von der beschenkten Person selbst ausgesucht und eben vorher auch ausprobiert werden. Also so ein Überraschungs-E-Bike mit einem Mascherl vor der Tür ist keine gute Idee. Ich würde das ein bisschen vergleichen, eher wie mit einem Hund unterm Christbaum. Probefahren ist bei jedem Fahrradverkauf super wichtig. Also persönliche Beratung im Fachhandel gehört aus meiner Sicht unbedingt dazu.
Christian Kräutler: Ja, jetzt wissen wir, wie man ein E-Bike richtig kauft. Jetzt möchte ich aber noch gerne wissen, Erni, was macht man denn so von der ersten Ausfahrt mit dem E-Bike? Was muss man da beachten?
Ernestine Mayer: Ja, ich würde mal sagen, zuerst lesen und dann fahren. Das ist wahrscheinlich jetzt nicht so ein besonders beliebter Tipp, der da jetzt kommt.
Christian Kräutler: Nein, über Rad fahren nicht lesen.
Ernestine Mayer: Ja, das stimmt schon Christian, du hast vollkommen recht und das verstehe ich auch, aber vor der Inbetriebnahme, also bevor man mit dem E-Bike wirklich jetzt fährt, würde ich trotzdem die paar Minuten investieren und die Betriebsanleitung lesen, um sich eben mit den verschiedenen Funktionen dieses E-Bikes einmal vertraut zu machen. Dann würde ich vor der ersten Ausfahrt im Straßenverkehr im verkehrsfreien Raum, im Schonraum, also vielleicht auf einem Parkplatz oder im Hof dann auch tatsächlich üben mit dem E-Bike, damit man sich mit den Funktionen vertraut macht. Und besonders vorsichtig sollte man sein beim Anfahren, weil eben die Schubkraft des Elektromotors ganz überraschend flott auch einsetzen kann und auch sehr stark sein kann. Also wie gesagt, wie wir schon vorher thematisiert haben, das Zauberwort heißt auch E-Bike-Fahrsicherheitskurs. Nicht nur eben für die Fahranfänger und Fahranfängerinnen, sondern auch für Fortgeschrittene, für geübte Radfahrer, auch diese profitieren von diesen Trainings.
Sabine Kaulich: So und jetzt kommen wir aber noch zu einer der wortwörtlichen Hauptsachen für sicheres Fahrradfahren.
Christian Kräutler: Lass mich raten Sabine, ich glaube ich weiß was du meinst. Wir kommen jetzt zum Helm, weil echte Pedalritter die brauchen natürlich einen Helm.
Sabine Kaulich: Ganz genau Christian, wer Köpfchen hat, der schützt es.
Ernestine Mayer: Sabine, das hast du jetzt wirklich sehr schön gesagt, weil der Radhelm ist ja wirklich ein wichtiger Begleiter beim Radfahren und zwar für alle Altersgruppen und für alle Fahrradarten. In Österreich ist das Tragen von Radhelmen aber derzeit eben nur für Kinder, also konkret für unter 12-Jährige, gesetzlich vorgeschrieben. In Sachen Sicherheit ist bei der Radhelmnutzung grundsätzlich noch sehr viel Luft nach oben.
Christian Kräutler: Heißt das, dass das Helm-Tragen hierzulande noch nicht so wirklich selbstverständlich ist?
Ernestine Mayer: Na leider eben ganz und gar nicht. Vernunft und Eigenverantwortung sind da durchaus noch ausbaufähig, muss man leider erkennen.
Sabine Kaulich: Erni, du hast uns auch die aktuellen Helmtragequoten mitgebracht.
Ernestine Mayer: Genau, und unsere KFV-Erhebungen zur Radhelmtragequote zeigen eben, dass mittlerweile mehr als 60 Prozent der E-Bikefahrenden und gut 40 Prozent der Muskelkraft-Radfahrenden einen Helm tragen. Das ist zwar erfreulich, dass wir schon viele haben, die einen Helm tragen, aber wie man auch anhand der Zahlen erkennt, es ist noch sehr viel Luft nach oben, wir haben noch ein großes Sicherheitspotential, das heißt, eine gesetzliche Helm-Tragepflicht für E-Bikefahrende ist aus Sicht des KFV eine ungenutzte Sicherheitsreserve. Also das wäre eine wichtige Maßnahme.
Christian Kräutler: Ja, Ernie, da hast du natürlich absolut recht. Der Radhelm ist wirklich ein echter Lebensretter. Und gerade, wenn ich mit dem E-Bike unterwegs bin, gilt, wenn ich ohne Helm fahre, dann habe ich ein siebenfach höheres Risiko einer Schädel- oder Gehirnverletzung.
Sabine Kaulich: Und wenn wir jetzt über den Helmkauf sprechen, dann muss man sagen, einen guten Radhelm erhält man natürlich im Fachhandel, oder?
Ernestine Mayer: Ja, den erhält man im Fachhandel und es ist so wie ich vorher beim Fahrrad schon gesagt habe, am besten lässt man sich eben beim Radhelmkauf persönlich beraten. Denn der Helm muss einerseits sicherheitsgeprüft und normiert sein und ganz ganz wichtig, er muss eben auch korrekt sitzen. Nicht jeder Helm passt auf jeden Kopf.
Christian Kräutler: Ja Erni, jetzt sollte man noch über das Thema ABS für E-Bikes reden. Ich glaube, dass das ganz, ganz viele noch nicht kennen, dieses Thema. Aber umgekehrt wird es wahrscheinlich unsere Podcast-Zuhörer und Zuhörerinnen schon interessieren, was es denn da so Neues gibt beim E-Bike.
Ernestine Mayer: Ja, das Thema ABS für E-Bikes ist auch wirklich ein spannendes Technikthema, Christian. Wir haben bei uns im KFV Bremstests mit E-Bikes gemacht und zwar mit E-Bikes ohne und im Vergleich dazu mit E-Bikes mit ABS und die Ergebnisse waren sehr spannend und haben eines ganz eindeutig gezeigt: ABS bringt bei E-Bike-Bremsmanövern entscheidend mehr Sicherheit. Im Falle einer Vollbremsung ist es nämlich so, dass das ABS eben verhindert, dass es zu einer Blockade oder einem seitlichen Wegrutschen des Vorderrades kommt und auch das Abheben des Hinterrads wird durch das ABS verhindert. Das heißt, das ABS verhindert auch einen folgenschweren Lenkerüberschlag des Radfahrenden. Das ABS wird, das muss man vielleicht noch wissen, also wirklich nur dann aktiv, wenn man sich schon in allerhöchster Sturzgefahr befindet. Das heißt beim normalen Radfahren merkt man davon nichts. Ja aber Achtung, auch bei der Verwendung des ABS beim E-Bike fahren, E-Bike-Bremsungen mit ABS sollte man eben unbedingt vorher im Schonraum trainieren, es ist einfach ein neues Fahrgefühl, ein neues Bremsgefühl, das auch Übung braucht. Wir haben von unseren Bremstests, die ich jetzt gerade eingangs erwähnt habe, auch Videos gemacht. Und die sind aus meiner Sicht sehr anschaulich, wo man wirklich gut sieht, wie der Vorteil, wie das ABS wirkt, welchen Vorteil es bringt. Und diese Videos kann man sich ansehen auf der Seite www.kfv.at.
Sabine Kaulich: Ja, Erni, jetzt haben wir ja schon ganz viele wichtige Aspekte rund ums Rad näher beleuchtet. Das Thema Radinfrastruktur stünde jetzt noch im Raum. Was steht denn da auf unserer KFV-Wunschliste?
Ernestine Mayer: Ja, wir Radexperten und Radexpertinnen wünschen uns immer mehr Raum für einen sicheren Radverkehr. Es ist aber nicht notwendig, überall einen eigenen Radweg zu bauen.
Christian Kräutler: Ja, und es ist ja auch gar nicht wirklich möglich, das zu tun.
Ernestine Mayer: Genau, Christian, weil ja oft weder ausreichend Raum noch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um überall einen Radweg zu bauen. Eine sehr gute und daher wichtige Maßnahme ist dann eben die Temporeduktion des Kfz-Verkehrs, denn wenn der Kfz-Verkehr nur mit 30 km/h unterwegs ist, dann können die Radfahrenden auch sehr gut im Mischverkehr geführt werden. Das heißt, dann braucht man gar keinen eigenen Radweg. Bei höheren Geschwindigkeiten sollte der Radverkehr getrennt geführt werden und dann brauchen wir eben ausreichend breite Radfahranlagen.
Christian Kräutler: Also diese Mickey-Maus-Radwege, wie wir sie heute oft finden, die sind nicht mehr wirklich zeitgemäß. Was wir stattdessen brauchen, ist eher so Obelix-Rad-Boulevards würde ich mal sagen.
Ernestine Mayer: Ja, ganz genau, Christian. Das hast du sehr schön gesagt.
Sabine Kaulich: So, wir müssen jetzt nicht nur auf den Tacho, sondern leider auch auf die Uhr schauen. Kommen wir jetzt zu den Tipps fürs sichere Radfahren und E-Bikefahren.
Catharina Ballan: Sicherheitstipps fürs Radfahren und E-Bikefahren.
Christian Kräutler: Da gibt es ein paar Dinge, die man bereits vor dem Wegfahren machen sollte. Das eine, ganz wichtig, schützen Sie Ihren Kopf mit einem Radhelm. Der schützt dann, wie wir heute schon gehört haben, vor schweren Kopfverletzungen. Und machen Sie sich sichtbar. Helle Kleidung und Reflektoren auf dem Outfit und dem Fahrrad, die helfen Ihnen, besser gesehen zu werden. Schalten Sie bei Dunkelheit und schlechter Sicht rechtzeitig das Licht ein. Und übrigens, auch bei Tag sind Lichtfahrer sichtbarer. Dann noch ein Thema Technikcheck: Prüfen Sie vor jeder Ausfahrt die Funktion von Reifen, von der Schaltung, aber auch den Bremsen und dem Licht.
Sabine Kaulich: Und wenn Sie dann unterwegs sind, besondere Achtsamkeit in Kreuzungsbereichen. Nähern Sie sich den Kreuzungen langsam an und bedenken Sie mögliche Gefahren durch abbiegende Fahrzeuge. Haben wir heute schon gehört. Stichwort toter Winkel und bei Bodenunebenheiten, bei Schienen und auf nassen Untergrund sollten Sie bitte besonders vorsichtig fahren. Und ganz wichtig, vermeiden Sie Ablenkungen, verzichten Sie beim Fahrradfahren aufs Musikhören und lassen Sie am besten das Handy beim Radfahren im Rucksack.
Christian Kräutler: Darf ich nicht mal AC/DC hören beim Radlfahren?
Sabine Kaulich: lacht) Na. So, das waren jetzt viele wichtige Tipps und Infos in Sachen Fahrrad- und E-Bikefahren. Vielen Dank für diese interessante Rundschau und deinen Besuch bei uns im Studio, liebe Erni.
Ernestine Mayer: Ja, ich danke auch, liebe Sabine, lieber Christian. Es war mir wirklich eine Freude, heute bei euch dabei sein zu dürfen. Das Thema Radfahren liegt mir sehr am Herzen. Radfahren ist im puncto Fitness und im puncto Klima eine runde Sache. Aber wenn man mit Sicherheit unterwegs ist.
Christian Kräutler: Ja, du sagst es, Erni. Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, wir drei sagen Dankeschön für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit. Genießen Sie den Wonnemonat Mai, treten Sie sicher, gut geschützt und aufmerksam in die Pedale, bleiben Sie gesund und in Schwung.
Sabine Kaulich: Bis zum nächsten Mal bei Sicher ist sicher. Da sind dann die Kinder an der Macht. Es geht um die Kindersicherheit in Österreich und einen ganz besonderen Drei Länder Ideenwettbewerb. Wir freuen uns auf Ihr Dabeisein.
Catharina Ballan: Sie hörten Sabine Kaulich und Christian Kräutler, zwei erfahrene Präventionsfachleute des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Zu Gast im Podcaststudio war heute Magistra (FH) Ernestine Mayer, Fahrradexpertin des KFV. Mehr Infos zum Thema dieser KFV Podcast-Episode und zu vielen weiteren wichtigen Sicherheitsthemen finden Sie auf unserer Website kfv.at. Alle unsere Podcastfolgen sind auf kfv.at/podcast abrufbar. Abonnieren Sie Sicher ist sicher auf Spotify, Apple und Google Podcasts sowie auf allen gängigen Podcatcher Plattformen und empfehlen Sie unseren Podcast weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal bei Sicher ist sicher, dem Vordenker*innen Podcasts des KFV.
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